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Altersvorsorge nicht vorschnell kündigen
18.02.09Viele Sparer kündigen ihre Lebensversicherung oder Rentenversicherung bei einem finanziellen Engpass. Eine Beitragspause ist aber immer günstiger, wie der Versicherer Delta Lloyd an einem Beispiel zeigt.
Angesichts der Wirtschaftskrise sehen sich viele Deutsche gezwungen, ihre monatlichen Ausgaben zu senken. Gerade die Kündigung von Lebens- und Rentenversicherungen bringt aber hohe Verluste. Die bessere Alternative zur Kündigung sind vorübergehende Beitragspausen.
In Deutschland wird jede zweite der insgesamt über 90 Millionen Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt. „Besonders in den ersten Vertragsjahren ist die Kündigung ein Verlustgeschäft für den Versicherungsnehmer“, erläutert Christian Jaffke, Vorsorgeexperte bei Delta Lloyd. Da die Abschlussgebühren der Police in den ersten Vertragsjahren getilgt werden, kann die Versicherung bei frühzeitiger Kündigung kein oder nur ein sehr geringes Guthaben aufweisen.
„Bei nur kurzzeitig auftretendem Geldmangel sind Beitragspausen daher die bessere Alternative“, empfiehlt Jaffke. Beispiel: Werden bei einer Rentenversicherung mit einem Monatsbeitrag von 100 Euro und einer Laufzeit von 37 Jahren zwei Beitragspausen von jeweils 24 Monaten nach dem 10. und 20. Vertragsjahr eingelegt, erhält der Versicherte noch 78.855 Euro. Die reguläre Ablaufleistung liegt bei 94.306 Euro.
Im Vergleich zu Beitragspausen bringt die vorzeitige Kündigung einer Rentenversicherung große finanzielle Einbußen: Hätte der Versicherte seine Police statt der Beitragspause nach zehn Jahren gekündigt, hätte er nur 9.642 Euro als Garantieleistung erhalten. Während der Vertragslaufzeit sind in der Regel mehrere Beitragspausen von maximal 24 Monaten möglich. Die erste Pause darf bei vielen Versicherern frühestens nach fünfjähriger Laufzeit erfolgen, eine weitere ist erst nach weiteren fünf Beitragsjahren wieder erlaubt. „Die während der Pausen nicht gezahlten Beiträge können später meist mit einer Sonderzahlung geleistet werden“, ergänzt Jaffke.

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