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Auslandsreise: Wie Jugendliche unterwegs an Bargeld kommen
7.06.11Wenn Jugendliche unter 18 allein ins Ausland reisen, sollte die Familie vorher die Bargeldversorgung klären. Während Erwachsene in Verbindung mit dem eigenen Girokonto meist über eine EC- und Kreditkarte verfügen, wird es für Minderjährige schwieriger.
Zur Wahl stehen mehrere Alternativen, die sich bei Kosten und Sicherheit teilweise deutlich unterscheiden, wie die Direktbank ING-Diba mitteilt:
Bargeld: Dies ist die kostengünstigste, aber auch die riskanteste Variante, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Wird das Bargeld gestohlen, bleibt es in der Regel auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Jugendliche sollten daher niemals größere Geldbeträge mit sich führen, sondern nur so viel, wie sie für die nächsten zwei bis drei Tage benötigen.
Partner-Kreditkarten: Einzelne Kreditkarten-Anbieter haben Partnerkarten auch für minderjährige Kinder im Programm. Manchmal muss der Nachwuchs jedoch mindestens 16 Jahre alt sein. Mit etwas Glück gibt es diese Zusatzkarte sogar kostenlos. Auch für Jugendliche gilt: Bezahlen sie mit der Kreditkarte in einem Euro-Land beispielsweise die Restaurant-Rechnung, fallen keine Gebühren an.
Andere Regeln gelten bei der Bargeldbeschaffung. Wer mit der Kreditkarte in Deutschland und anderen Euro-Ländern am Geldautomaten Bargeld zieht, muss häufig mit Gebühren von zwei bis vier Prozent des abgehobenen Betrages rechnen. Die Mindestgebühren belaufen sich meist auf 5 bis 7,50 Euro. Außerhalb der Euro-Zone kommt noch ein Entgelt für den Auslandseinsatz hinzu – ein bis zwei Prozent.
Die Abbuchungen erfolgen über das Konto des Hauptkarten-Inhabers – also der Eltern. Sollte die Partnerkarte gestohlen werden oder verloren gehen, haftet der Hauptkarten-Inhaber, wenn er nicht grob fahrlässig gehandelt hat, meist mit maximal 50 Euro – und auch das nur bis zur Verlustmeldung.
Prepaid-Kreditkarten: Jugendliche unter 18 Jahren können auch vorab mit Euros aufgeladene Kreditkarten erwerben. Solche Prepaid-Kreditkarten gibt es ohne Schufa-Abfrage und ohne Bonitätsprüfung. Handelt es sich doch um eine reine Guthabenkarte. Das bedeutet: Zuerst muss Geld eingezahlt werden und danach kann auch nur über den eingezahlten Betrag verfügt werden. Geht das Guthaben zur Neige, lässt sich die Karte per Überweisung nachladen. Die Sicherheit dieser Karten ist ebenso hoch wie bei Partner-Kreditkarten. Allerdings kosten die Prepaid-Karten meist 10 bis 60 Euro pro Jahr.
Reiseschecks: Auch im Zeitalter des Plastikgeldes sind die traditionellen Reiseschecks immer noch ein beliebtes Zahlungsmittel im Ausland. Sie sind auch für Jugendliche auf Auslandsreisen geeignet, weil die Zahlung nur aus bezahltem Guthaben erfolgt. Jährliche Gebühren werden nicht fällig. Dafür verlangt die Bank beim Kauf einen Aufschlag von meist einem Prozent, mindestens jedoch 2,50 Euro.
Die Reiseschecks sollten aber möglichst in der jeweiligen Landeswährung ausgestellt werden. Dann können Jugendliche damit am Urlaubsort auch Rechnungen begleichen. Wer die Reiseschecks zu Bargeld machen will, sollte vorher die Gebühren vergleichen. So manche Wechselstube verlangt für die Einlösung deutlich mehr als Banken. Bei Verlust oder Diebstahl werden die Schecks meist innerhalb von 24 Stunden kostenlos ersetzt.
ING-Diba-Tipp: Bei kürzeren Auslandsaufenthalten sind Reiseschecks für Jugendliche oft die günstigste und sicherste Variante, um an Bargeld zu kommen. Geht es über Monate hinweg ins Ausland, kommt eher eine Prepaid- oder Partnerkreditkarte infrage. Wer sehr flexibel bleiben will, sollte gleich auf einen Reisekassen-Mix aus Bargeld, Kreditkarte und Reiseschecks setzen.

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