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Kfz-Versicherung

Bei der Kfz-Versicherung teure Anbieter ausbremsen

6.10.09

Bis zum 30.11. können Autofahrer ihrer alten Kfz-Versicherung die Rücklichter zeigen und in eine günstigere Police wechseln. Die Versicherer drücken auf die Tube: Dutzende Angebote und Tarifextras sollen wie jedes Jahr im Herbst Kunden anlocken. Doch nur wer vergleicht, kann ein Schnäppchen machen.

Lassen Sie sich nicht von teuren Anbietern überfahren: Vergleichen und sparen Sie!

Die Rallye läuft: Seit einigen Wochen sind die neuen Tarife der Kfz-Versicherungen für 2010 in Kraft. Dutzende Versicherer liefern sich ein Rennen um Neu- und Bestandskunden, während rund vier Millionen Versicherungsnehmer hierzulande Vollgas bei der Suche nach einer günstigen Kfz-Police geben. Schließlich lassen sich mehrere Hundert Euro pro Jahr beim Wechseln in eine günstigere Kfz-Versicherung sparen. Stichtag ist wie immer der 30. November. Bis dahin muss der Alt-Vertrag gekündigt sein.

Doch wer blickt im Tarifdschungel noch durch? Heute muss freilich niemand mehr Versicherungsbedingungen und Produktprospekte wälzen. Mit einem Onlinevergleich können Verbraucher die Tarife nach individuellen Vorgaben filtern und die jeweils günstigsten bei Aspect Online angezeigt bekommen. Der Kfz-Versicherungsvergleich dort stellt über 140 aktuelle Tarife bereit. Autofahrer können nicht nur vergleichen, sondern auch online abschließen. Bequemer geht's nicht.

Trend 2010: Leichte Preissenkungen halten an

"Autofahrer, die jetzt ihre alte Police kündigen und in eine neue wechseln, können im nächsten Jahr mit einer wirklich günstigen Kfz-Versicherung durchstarten. Wir beobachten in der Branche, dass die Prämien durchschnittlich um ein bis zwei Prozent günstiger ausfallen als 2008", sagt Hartmut Schmid, Versicherungsexperte von Aspect Online. Dabei hatte es in diesem Sommer noch geheißen, dass ein Prämienanstieg drohe: Es sei abzusehen, dass die Versicherer ihre Prämien im Neugeschäft wieder leicht anheben, hatte Robert Pohlhausen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) seinerzeit verlauten lassen. "Das heißt es doch schon seit Jahren und das Gegenteil ist der Fall", entgegnet Hartmut Schmid. Auch wenn es dieses Jahr keinen ausufernden Preiskrieg zwischen den Versicherern gebe, so könne der Autofahrer dennoch von dem Verdrängungswettbewerb profitieren.

Was die Kunden freut, schmerzt die Versicherer zunehmend, die voriges Jahr in der Kfz-Sparte versicherungstechnisch in die "roten Zahlen" gefahren sind. Nach GDV-Angaben stehen rund 400 Millionen Euro Verlust zu Buche. Grund seien stark rückläufige Beitragseinnahmen infolge des intensiven Preiswettbewerbs und eine um zehn Prozent höhere Schadenbelastungen in der Kaskoversicherung, vor allem durch Hagelunwetter im Juni. Auch ohne Hagelschäden wäre es laut Pohlhausen zu einem Verlust von rund 250 Millionen Euro gekommen. Für das laufende Jahr werden sogar Verluste von 500 Millionen Euro prognostiziert.

Als wesentlicher Grund für die defizitäre Entwicklung und die Einnahmeverluste gelten die so genannten Basistarife. Mittlerweile bieten fast alle Gesellschaften solche abgespeckten Tarife als eine Vertragsvariante an. Sie hoffen, mit diesen preisgünstigen, aber leistungsgeminderten Offerten neue Kunden an den Tisch zu bekommen, gilt doch ein Kfz-Vertrag in der Branche als guter Einstieg in weitere Abschlüsse.

Welche Kfz-Versicherung brauche ich?

An Niedrig-Preisen allein sollten sich Autofahrer lieber nicht orientieren. Die billigste Autoversicherung kann schließlich teuer werden, wenn im Ernstfall die Leistungen nicht stimmen. "Es gibt Mindeststandards, die keine Police unterschreiten sollte", sagt Versicherungsexperte Schmid. Letztlich entscheiden das eigene Sicherheitsbedürfnis, das Alter des Autos und der persönliche Fahrstil mit darüber, was die Kfz-Versicherung am hoffentlich nicht eintretenden Tag X einmal bezahlen sollte.

"Unsere Empfehlung vor allem für neuwertige Pkw ist ganz klar, eine Vollkasko abzuschließen", sagt Aspect-Online-Versicherungsexperte Hartmut Schmid. Der Vergleich bei Aspect Online selektiere nicht nur nach Preis, sondern zeige auch sehr leistungsstarke Produkte mit dem Aspect-Online-Qualitätssiegel an. Um diese begehrte Auszeichnung zu erlangen, müssen die Versicherer bestimmte Kriterien erfüllen und zu den 25 besten Prozent gehören.

Vor allem die Deckungssumme muss hoch sein, denn Schäden bei Unfällen gehen oft in die Millionenhöhe. In den meisten Tarifen sind Summen von 100 Millionen Euro längst Standard. Schäden am eigenen Fahrzeug, zum Beispiel bei Brand oder Diebstahl, werden über die optionale Teilkasko abgeschlossen. Prämien-sparend wirkt sich aus, wenn eine Selbstbeteiligung vereinbart wird, die im Schadensfall fällig wird. Eine Vollkasko kommt auch für selbstverschuldete Schäden am Fahrzeug auf und solche, die etwa aufgrund von Dummejungenstreichen - oder schlimmer noch - aus purer Lust an Zerstörung entstanden sind.

Welche Leistungsbausteine wo und zu welchen Preis enthalten sind, das gilt es herauszufinden. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt: "Wer die Anbieter genau vergleicht, kann viel Geld sparen." Die Verbraucherschützer raten ebenso wie Aspect Online dazu, auf Folgendes Wert zu legen:

  • Rückstufung im Schadensfall: Die Tarifoption "Rabattschutz" verhindert im Schadensfall die Hochstufung in eine höhere Schadenfreiheitsklasse. Nicht wenige Anbieter haben Rabattschutz nicht im Tarif. Dafür sind sie deutlich günstiger. Vergleichen Sie, welche Variante Sie günstiger kommt.
  • Schutzbrief, Schutz vor Marderbissen oder auch eine Aufstockung der Haftpflicht-Deckungssumme beim Mieten eines Autos im Ausland ("Mallorca-Police") können sich je nach Region und bei häufigen Auslandsaufenthalten lohnen.
  • Individualisierte Rabatte: Diese sind meist an Auflagen gebunden. So können etwa maximale Kilometerleistungen vereinbart werden oder es wird bei Diebstahl nur gezahlt, wenn das Auto in der Garage gestanden hat. Natürlich zahlt die Versicherung auch dann, wenn man das Fahrzeug anstatt in der Garage doch auf der Straße geparkt hat, und es dann prompt entwendet wird. Hier muss allerdings mit einer Vertragsstrafe gerechnet werden.
  • Eine Insassenunfallversicherung ist überflüssig. Wenn Insassen verletzt werden und Ansprüche gegen den Fahrer haben, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Fahrer selbst sollte besser eine Unfallversicherung abschließen.

Wer wird Klassenbester in der Regional- und Typklasse?

Nicht nur die Tarifextras bestimmen den Endpreis, sondern auch wo man sein Auto zugelassen hat, beziehungsweise welches man fährt. Vor allem in der Regionalstruktur gab es etwas Bewegung. Rund 63 Prozent der 418 Zulassungsbezirke bleiben in der gleichen Haftpflicht-Regionalklasse. Die Autobesitzer der Insel Rügen etwa dürfen sich danach auf eine deutlich günstigere Einstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung freuen: Ihr Landkreis wird um drei Klassen niedriger eingestuft. Ihr Indexwert liegt jetzt mit 98,03 nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt (Index: 100). In der Regionalstruktur für die Vollkaskoversicherung ändert sich in gut 76 Prozent der Zulassungsbezirke nichts, so die Übersicht des GDV. Fast 15 Prozent werden eine Klasse günstiger eingestuft. Kein einziger Zulassungsbezirk wird um mehr als eine Klasse umgestuft. In Teilkasko bleiben 76 Prozent der Kreise in der gleichen Klasse.

Der günstigste Zulassungsbezirk in der Kfz-Versicherung ist neben dem Elbe-Elster-Kreis und Mecklenburg-Strelitz der Kreis Oberspreewald-Lausitz (Index 73,97). Hier wurden die wenigsten Unfälle den Versicherungen gemeldet. Schlusslicht wie im Vorjahr: der Landkreis Kaufbeuren. Hier hat sich der Indexwert noch um 12,31 Punkte auf 139,80 verschlechtert - hier fährt es sich also deutlich teurer als auf Rügen. In der Vollkasko fährt man wie im Vorjahr am günstigsten im Kreis Oldenburg in Oldenburg (74,09) - den höchsten Wert hat der Kreis Ostallgäu (132,71).

In der Teilkasko reicht der Index von 56,47 in Würzburg bis 213,19 im Kreis Uecker-Randow. Die sogenannte Regionalklasse ist ein Tarifmerkmal zur Berechnung der Prämien zur Kfz-Versicherung. Die jährlich angepassten GDV-Statistiken ergeben sich aus der Zahl und Schwere der Schadenfälle, die durch Fahrzeuge, die in einer bestimmten Region zugelassen sind, verursacht werden. Neben der Regionalklasse interessieren sich die Versicherer auch für die Postleitzahl des Halters. Sie kalkulieren sehr viel lokaler als früher und schauen nach, ob der Kfz-Halter in der risikoreicheren City oder am Stadtrand wohnt.

Der Beitrag einer Police richtet sich auch nach dem Fahrzeugtyp. Dafür sind diese in Typklassen unterteilt. Das Typklassenverzeichnis listet die auf dem Markt befindlichen Fahrzeugtypen mit ihren zugehörigen Daten auf. Das Verzeichnis beinhaltet unter anderem Hersteller, Leistungsdaten und Angaben über Wegfahrsperren. Die Typklasse bleibt 2010 für 72,8 Prozent aller Autofahrer konstant. Für rund 25 Prozent aller Pkws ändert sich die Einstufung nur um eine Klasse. In der Vollkasko gibt es insgesamt 37 Prozent Umstufungen. Hiervon werden rund 68,5 Prozent einer niedrigeren, also günstigeren Typklasse zugeordnet. In der Teilkasko werden 38,8 Prozent umgestuft, davon rund 76,5 Prozent in eine niedrigere Typklasse.

Die eigene Kfz-Versicherung mit mehr Leistung "tunen"


Viel einfacher macht man es sich heute mit einem Online-Leistungsvergleich. Dieser ist seit Kurzem im Vergleichsrechner von Aspect Online integriert. Der Nutzer kann aus seinem individuellen Vergleichsergebnis im Rechner zwei beliebige Gesellschaften auswählen. Auf einen Blick sieht er übersichtlich nicht nur den Prämienunterschied der beiden Konkurrenten, sondern auch ob der eine wertvolle Leistungen wie Folgeschäden bei Marderbiss oder Neuwertersatz schon beinhaltet oder ob man einen höherwertigen Tarif wählt, wo diese Bausteine enthalten sind.

Der Trend zum Wechseln auf die Sparspur hält an. Immer mehr Autofahrer hierzulande wollen laut einer aktuellen Studie der VHV-Versicherung und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung ihre bisherige Kfz-Versicherung loswerden. Knapp jeder dritte Kfz-Halter plant demnach zur Jahreswende 2009/10, in einen anderen Tarif einzusteigen oder zu einem anderen Anbieter zu gehen.

Dass sich eine neue Stichtagsregelung bei der Autoversicherungen für die Kündigung des Versicherungsvertrages durchsetzt, darf bezweifelt werden. Einige Versicherungsgesellschaften wie die Allianz und die Ergo-Gruppe (Victoria/DAS/Hamburg-Mannheimer) bieten ihren Neukunden an, dass sie ihre Police immer zum Jahrestag des Termins kündigen können, an dem sie den Vertrag abgeschlossen haben. Die Kündigung muss dann einen Monat zuvor eintreffen. Das kann für die Kunden problematisch werden, wenn sie sich eigentlich auf den 30.11. eingestellt haben, wie das Verbrauchermagazin "Finanztest" festgestellt hat. Wer den Stichtag mitten im Jahr nicht will, weil er Angst hat ihn zu verpassen, kann aber seinen Vertrag weiterhin mit dem Kündigungstermin Ende November schließen.

Trends 2010: Versicherung vom "Kaffee-Röster" und Neuwagen-Rabatte

Was auch nicht jeder wissen dürfte: Eher Kfz-Branchen-Fremde wie Kaffeeröster Tchibo bieten mittlerweile über Umwege Kfz-Versicherungen an. Ansonsten ist in der jetzigen "Saison" wie immer die ganze Riege der deutschen Versicherer an den Start gegangen. Mit "Plus", "Extra" und "Optimal" aufgehübschte Tarife sollen den Versicherungswechsel attraktiv machen.

Wer jetzt ein neues Auto kaufen will, der kann nicht nur bei der Kfz-Versicherung sparen, sondern auch beim Autohändler. Denn: Es gibt ein Leben nach der Abwrackprämie. Zwar ist der staatliche Fördertank längst leer, doch die Rezessions-geplagten Hersteller überbieten sich nach wie vor mit Rabatten, um ihre Lager leer zu bekommen.

Die Zeitschrift "Auto Motor Sport", die auch Partner von Aspect Online ist, hat 60 aktuelle Modelle verglichen und dabei Nachlässe von bis zu beachtlichen 42 Prozent - im Durchschnitt 21 Prozent - festgestellt. So schnell wird das Ringen um neue Käufer nicht aufhören: "Die Rabattschlacht geht weiter", ist sich Auto-Motor-Sport-Redakteur Henning Busse gegenüber Aspect Online sicher.

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