Aktuelles Altersvorsorge -

Informationen über Versicherungen, Bankprodukte und Steuertipps

Altersvorsorge

Bei persönlichen Finanzen steht Vorsorge obenan

29.01.10

Das Marktforschungsinstitut TNS Infratest bescheinigt den Deutschen eine ausgesprochene Versicherungsmentalität. Die westeuropäischen Nachbarn setzen beim Geld andere Prioritäten und fragen nicht so vordergründig, welche Versicherung sie brauchen.

Was machen die Bundesbürger in der Krise? Nichts anderes als vor der Krise: Sie prüfen, welche Versicherungen sie tatsächlich brauchen. Und zwar alle in gleichem Maße: egal, ob jung oder alt, männlich oder weiblich, im Norden oder Süden der Republik lebend, wohlhabend oder arm, Volksschüler genauso wie Akademiker. Das geht aus einer Mehrländer-Studie hervor, die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchführte.

 

Das Besondere: Der Versicherungscheck ist uns sogar wichtiger, als uns eine einfache Übersicht über die häuslichen Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Auch prüfen die Deutschen den Bedarf bei der Absicherung von Risiken lieber, als den Wert des eigenen Besitzes oder die Höhe der Schulden zu berechnen. Nur eins betreiben wir noch intensiver: den vorsorglichen Arztbesuch.

 

Vor der Wirtschafts- und Finanzkrise haben laut der Studie 26 Prozent der Bürger in Deutschland versucht zu bestimmen, welche Versicherungen sie brauchen. Während der Krise sind es 20 Prozent. Die Versicherungsmentalität der Bundesbürger beschäftigt diese stärker als die Berechnung von Besitzwert oder Schuldenhöhe (15 Prozent vor, 20 Prozent in der Krise) oder die Erstellung eines Planes für Einnahmen und Ausgaben im laufenden Jahr (15 Prozent vor, 15 Prozent in der Krise). Sogar der Arztbesuch wurde eingeschränkt - signifikant bei den jüngeren Menschen, seltener bei den älteren.

 

Die westeuropäischen Nachbarn (Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Italien, Portugal) handeln völlig anders: An erster Stelle der Beschäftigung mit den Finanzen steht dort die Klärung der Einnahmen und Ausgaben, des Besitzes wie auch der Schulden. Nur in Deutschland fasst man zuerst die Versicherungen und ihre Leistungen ins Auge. Goldene Zeiten für Versicherer? Hier ist nur eines sicher: "Bei der Wahl der Versicherungsgesellschaft präferieren die Deutschen in Krisenphasen renommierte Unternehmen. Ein großer Name vermittelt ihnen in unsicheren Zeiten Vertrauen und Solidität", so Manfred Kreileder, Leiter der Versicherungsmarktforschung bei TNS Infratest.

 

TNS hatte in der Mehrländer-Studie zum Thema "Risikobewertung und Risikobewusstsein in privaten Haushalten in Zeiten der Krise" in Deutschland im Sommer 2009 insgesamt 1.100 Personen online befragt. Die Studie wurde in Kooperation mit US-Forschern der Harvard Business School und des Dartmouth College (beide USA) entwickelt.