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Betriebsrente ist für Arbeitgeber Pflicht
17.12.10Die Deutschen setzen bei der Altersvorsorge nur zögerlich auf Betriebsrenten. Das liegt auch am mangelnden Wissen.
Laut einer von der Ergo-Versicherungsgruppe in Auftrag gegebenen Studie wissen 85 Prozent der befragten Arbeitnehmer nicht, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, seinen Mitarbeitern die betriebliche Altersvorsorge anzubieten.
Insgesamt gaben gut zwei Drittel der Befragten an, sich mit betrieblicher Altersvorsorge nur wenig oder gar nicht auszukennen. Bei den Anlageformen schnitten nur Aktien noch schlechter ab. So weiß zum Beispiel nur gut die Hälfte, dass der erreichte Rentenanspruch der Betriebsrente bei einem Wechsel des Arbeitgebers erhalten bleibt. Die meisten Befragten wissen jedoch, dass die Betriebsrente Hartz-4-sicher ist und auch nicht vom Erfolg des Unternehmens abhängig ist oder gar bei dessen Insolvenz verloren geht.
In kleinen Betrieben dürfte auch das mangelnde Angebot der Arbeitgeber ein Grund für die niedrige Nachfrage sein. Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern bieten von sich aus überwiegend keine betriebliche Altersvorsorge an. Dort besitzen auch nur 21 Prozent (10 bis 49 Mitarbeiter) beziehungsweise 17 Prozent (bis neun Mitarbeiter) einen Vertrag. Die mit Abstand am häufigsten genutzten Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge sind Direktversicherung und Pensionskasse.
Populärer als die Betriebsrente, die insgesamt 29 Prozent der Befragten abgeschlossen haben, sind zur Altersvorsorge die Lebensversicherung oder private Rente (45%), Riester-Rente oder Basisrente (36%) und eigenes Wohneigentum (34%).
Für die Studie wurden über 1.000 Arbeitnehmer in Vollzeit, Teilzeit oder Elternzeit im Alter von 16 bis 60 Jahren befragt sowie über 3.000 Arbeitgeber. Sie wurde von TNS Infratest und dem Marktforschungs- und Beratungsinstitut Institut Heute und Morgen durchgeführt.
nh

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