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Betriebsstrom: Mehr Transparenz als erster Schritt zum Sparen
1.04.10Die Nebenkostenabrechnungen flattern wieder ins Haus. Beim Betriebsstrom könnten deutsche Haushalte 90 Millionen Euro einsparen. Ein paar Handgriffe an der Heizanlage genügen unter Umständen.
Dies ermittelte die gemeinnützige CO2online GmbH bei der Auswertung von mehr als 30.000 Heizkostenabrechnungen. Ein Problem ist die mangelnde Transparenz. "Die Betriebsstromkosten sollten als Heiznebenkosten in der Heizkostenabrechnung aufgeführt werden. Nur dann kann der Mieter die Kosten wirklich nachvollziehen und prüfen", erklärt Stefanie Jank von CO2online. Dies geschehe jedoch immer noch nicht flächendeckend. Viele Heizkostenabrechnungen seien unvollständig und wiesen einzelne Posten wie den "Betriebsstrom" oftmals gar nicht auf.
In diesen Fällen helfe nur noch die direkte Nachfrage beim Vermieter, der zur Darlegung der Grundlage seiner Berechnungen verpflichtet sei. Als Betriebsstrom gilt jener Strom, der die Heizanlage am Laufen hält. Ob elektrische Pumpen, Brenner, Regelungsanlagen, Kompressoren, Zeitschaltuhren oder Wärmefühler - mittlerweile arbeitet eine ganze Menge Elektronik im Heizkeller. Beim Verbrauch besteht Einsparpotenzial, das durch eine bessere Pumpensteuerung oder moderne, drehzahlgeregelte Pumpen ausgeschöpft werden können. Außerdem kann durch eine Optimierung des Heizkreislaufs ("hydraulischer Abgleich") Strom gespart werden, heißt es auf der Internetpräsenz. Dafür seien nur wenige Handgriffe von einem Fachmann notwendig.
Der neue interaktive "BetriebsstromCheck" gibt ab sofort kostenlos über das Internet Auskunft darüber, ob die eigenen Betriebsstromkosten angemessen oder überhöht sind. Wenn zu hohe Kosten festgestellt werden, hilft der Ratgeber, unnötige Kosten künftig zu vermeiden. Informationen gibt es unter heizspiegel.de. Das Portal versteht sich dabei als Impulsgeber, um Mieter und Vermieter zum gemeinsamen Energie sparen zu bewegen. Einen Rechtsanspruch hat der Bewohner nur auf eine Aufschlüsselung der Position. Stellt er überhöhte Betriebsstrom-Kosten fest, kann er geeignete Maßnahmen anregen, nicht erzwingen.
ddp/tr

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