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Betrüger kassieren mit Stromrechnungen

19.10.10

Falsche Stromnachzahlungen beunruhigen derzeit offensichtlich viele Verbraucher. Die Energieversorger empfehlen, darauf zu achten, dass bei möglichen Nachforderungen die Kundennummer stimmt.

Fingierte Stromrechnungen gehen deutschlandweit bei Kunden ein. Die Rechnungen erwecken den Angaben zufolge den Anschein, dass es sich um eine normale Stromnachzahlung handelt, da auch eine Verbrauchsabrechnung sowie ein vorgefertigter und ausgefüllter Überweisungsträger beilägen.

Wie die Stadtwerke Hannover melden, erscheint als Absender und Aussteller ein Unternehmen namens "Stadtwerke GmbH & Kraftwerke AG". Unter den angegebenen Telefon- und Faxnummern ist allerdings niemand zu erreichen. Geht man auf die angegebene Adresse www.stadtwerke.de im Internet, gelangt man auf die Internetpräsenz der Stadtwerke Hannover AG (www.enercity.de). Das Unternehmen hatte sich die Domain www.stadtwerke.de bereits Anfang der 90er Jahre gesichert.

Der niedersächsische Versorger und Stromanbieter betont, dass er nichts mit den gefälschten Rechnungen zu tun hat. Die den Rechnungen beigelegten vorgefertigten Überweisungsträger enthalten auch nicht die Bankverbindung der Stadtwerke Hannover. Die Firma wird wegen des Sachverhalts Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten. Bei dem angeschriebenen Personenkreis handele es sich offenbar hauptsächlich um Gastronomiebetriebe.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) rät den Kunden dringend, ihre Stromrechnung genau zu überprüfen. Es müsse immer die richtige Kundennummer sowie der tatsächliche Name des Unternehmens genannt werden und unter den angegebenen Kontaktdaten auch das Servicecenter der Stadtwerke erreichbar sein. Im Zweifelsfall sollten sich die Kunden zuerst mit dem Servicecenter ihres Stadtwerkes vor Ort in Verbindung setzen, bevor eine solche Stromnachzahlung überwiesen wird.

dapd/tr