Aktuelles Fonds -
Informationen über Versicherungen, Bankprodukte und Steuertipps

Branchenvertreter wollen Steuervorteile für Fondssparpläne
8.10.09Wie das "Handelsblatt" meldet, ringen derzeit Verbandsvertreter der Fondsanbieter und Versicherer um Einfluss bei den zukünftigen Berliner Koalitionären. Es geht um Steuerbegünstigungen für Fondsanlagen, die der Altersvorsorge dienen.
Die Fondsbranche möchte eine bessere Förderung ihrer Altervorsorgeprodukte durchsetzen. Bereits am Tag nach der Wahl veröffentlichte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) eine Stellungnahme, in der Geschäftsführer Stefan Seip "echte Wahlmöglichkeiten in der betrieblichen Altersvorsorge und einheitliche Steuerregeln für alle Anlageprodukte" forderte.
Nach Informationen des "Handelsblatts" sprechen derzeit Vertreter des BVI mit den Politikern von CDU/CSU und FDP, die den Koalitionsvertrag aushandeln. Ein Diskussionspunkt dürfte dabei die Abgeltungssteuer sein. Während Lebensversicherungen und Rentenversicherungen nur zur Hälfte mit dem individuellen Satz versteuert werden, wenn sie der Altersvorsorge dienen, müssen die Anleger bei Fonds die volle Abgeltungssteuer von 25 Prozent zahlen.
Der Fondsverband fordert hier eine Gleichstellung für Sparpläne, die bis zum Renteneintritt laufen. An ihren Steuervorteilen, die natürlich auch Verkaufsvorteile sind, möchte dagegen die Versicherungsbranche festhalten. Ihre Vertreter argumentieren mit den Garantien der Produkte, die auch in Krisenzeiten Sicherheit bieten.
Zweiter Streitpunkt ist die betriebliche Altersvorsorge (BAV). Hier fordert der BVI "mehr Wahlfreiheit für Arbeitnehmer" und möchte mit einem fondsbasierten Pendant zur Direktversicherung zum Zuge kommen. Dabei dürfte ihm ein freundliches Entgegenkommen der FDP sicher sein. Schließlich plädieren die Liberalen schon lange für ein steuerlich gefördertes "Altersvorsorgekonto", bei dem die Arbeitnehmer zwischen verschiedenen Anbietern und Produktarten frei wählen dürfen.
tr

Jetzt bookmarken: