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Der richtige Mix für bequemes Bezahlen im Urlaub
10.06.10Mit der richtigen Reisekasse können Urlauber bares Geld und viel Nerven sparen. Denn ob man Bares, ec/maestro-Karte oder Kreditkarte einsetzt, kann unterschiedlich tiefe Löcher in die Reisekasse reißen.
"Wer sinnvoll plant, kann auch im Urlaub richtig sparen. Außerdem sollte ein Urlaub vor allem eines sein: frei von Sorgen um Diebstahl, Datenmissbrauch oder Gebühren", erklärt Sylvia Vandeven von der Commerzbank. Wichtigster Tipp der Bankexpertin: "Mixen Sie Ihre Reisekasse: Nehmen Sie einen kleinen Anteil Bargeld mit, ihre ec-Maestro-Karte und ihre Kreditkarte." Bargeld und Plastikgeld gehören zusammen in die Reisekasse, aber Achtung: "Bewahren Sie alles sorgsam auf", so Bankexpertin Vandeven.
Für Urlauber außerhalb der Eurozone lautet die Gretchenfrage: Wo tausche ich Devisen um – daheim oder am Reiseziel? Commerzbankerin Vandeven: Wer in gängige Urlaubsländer fährt, sollte daheim nur den Bargeldbedarf für den Ankunftstag umtauschen und sich vor Ort am Geldautomaten mit Landeswährung eindecken. Prinzipiell gilt: Auf Reisen so wenig Bargeld wie möglich einstecken, denn bei Diebstahl ist es weg – ohne Chance auf Versicherung oder Kontosperrung.
Sperrnummer für EC-Karte gehört ins Handy
Viel Bequemlichkeit bietet im Ausland die heimische Bank-Kundenkarte (auch ec-Karte oder maestro-Karte genannt). Mit ihr und der persönlichen PIN-Nummer kann man am Geldautomaten Geld abheben sowie bei Shopping, im Restaurant und beim Tanken bezahlen. Weltweit gibt es auf allen Kontinenten rund elf Millionen Akzeptanzstellen für Karten mit dem maestro-Logo (die ineinander greifenden blau-roten Kreise). Wichtig: Wenn die Karte abhanden kommt – wenden Sie sich sofort an ihre eigene oder eine örtliche Bank und lassen Sie die Karte sperren – hilfreich ist es auch, sich die Sperrnummer vorab im Handy abzuspeichern. Die zentrale Sperrnummer der Kreditwirtschaft lautet 0049 (0)1805 – 021021 und ist rund um die Uhr zu erreichen.
Auch mit Kreditkarten wie MasterCard, VISA oder American Express können Urlauber sich mit Bargeld am Automaten versorgen oder Rechnungen bezahlen. In vielen Ländern ist beim Anmieten eines Leihwagens oder für die Buchung eines Hotelzimmers die Kreditkarte obligatorisch und es entfällt das lästige "Vorlegen" von Kautionsbeträgen bei einer Barzahlung. Der Sperr-Notruf für Kreditkarten (0049 116 116) ist auch aus dem Ausland zu erreichen.
Höchste Sicherheit – doppelte Kosten: Reiseschecks
So ähnlich sich Bankkarte und Kreditkarte beim Bezahlen sind, so unterschiedlich können die Gebühren ausfallen. Generell gilt: Gebühren für Abhebungen oder den Karteneinsatz in Restaurant bzw. Geschäft variieren je nach kartenausgebender Bank und Reiseland. "Um Kosten-Überraschungen nach dem Urlaub zu vermeiden, raten wir Bankkunden, vor den Ferien die Gebühren bei ihrem Geldinstitut zu erfragen", rät Expertin Vandeven. Faustformel: Innerhalb der Europäischen Währungsunion darf der Karteneinsatz nicht teurer sein als daheim.
Sie können ihre Reisekasse mit sogenannten Travelers Cheques ergänzen. Vorteile: Sie können je nach günstiger Umtauschrelation in Leitwährungen wie US-Dollar, Euro, Britischem Pfund oder Schweizer Franken vor Reiseantritt gekauft und weltweit bei vielen Banken, Wechselstuben und Hotels in Bargeld umgetauscht werden. Sie sind versichert und werden bei Verlust oder Diebstahl binnen eines Tages ersetzt. Traveller Checks werden jedoch kaum noch nachgefragt, viele Reisende schätzen die Vorteile der Karten wie beispielsweise das weltweite Automatennetz oder die zusätzlichen Versicherungspakete. Wer sich trotzdem für Reiseschecks entscheidet, sollte auch auf die Gebühren achten: Beim Kauf fällt eine Provision von ein bis zwei Prozent an. Auch beim Einlösen können Gebühren fällig werden, und auch der gebotene Umtauschkurs kann sehr stark schwanken. Vergleichen lohnt sich also.

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