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Drastischer Beitragsanstieg beim Pensions-Sicherungs-Verein befürchtet
18.08.09Steigende Nebenkosten für Unternehmen bei der betrieblichen Altersversorgung: Für viele Pensionszusagen und Unterstützungskassen dürfte die Konkursabsicherung über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) teurer werden.
Mit über 200 Milliarden Euro Pensionsrückstellungen ist die Pensions- bzw. Direktzusage nicht nur in Großunternehmen der bedeutendste Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Auch in mittelständischen Betrieben gibt es zahlreiche alte Versorgungswerke über individuelle Pensionszusagen.
Doch die aktuellen Entwicklungen lassen es durchaus ratsam erscheinen, über eine Veränderung der Versorgung und/oder des Durchführungsweges nachzudenken. In einem offiziellen Mitgliederrundschreiben hat der PSV in den letzten Tagen mitgeteilt, dass er einen Anstieg des Beitragssatzes auf bis zu 13,5 Promille für möglich hält. Das wäre gegenüber 2008 nahezu eine Verachtfachung des Beitrages, wie die auf betriebliche Altersvorsorge spezialisierte Febs Consulting mitteilt. Weitere Erhöhungen sind nicht ausgeschlossen.
Bei 10 Millionen Euro Rückstellungen beispielsweise würde der Beitrag von 18.000 Euro im letzten Jahr auf 135.000 Euro in diesem Jahr steigen. Bei einer rückgedeckten Unterstützungskasse mit 500 Versorgungsberechtigten mit je 200 Euro Monatsrente würde der Beitrag von gut 10.000 Euro auf über 80.000 Euro steigen. Um diese extremen Steigerungen etwas abzufedern, kann der PSV die Belastungen auf mehrere Jahre verteilen. Vor dem Hintergrund der vermutlich länger anhaltenden Wirtschaftskrise besteht dann allerdings die Gefahr, dass die Gesamtbelastung in den Folgejahren noch stärker zunimmt.
Für betroffene Arbeitgeber stellt sich derzeit die Frage, ob und wie diese Belastungen in der Zukunft verringert oder sogar vollständig beseitigt werden können. In Frage kommen nach Aussage der Betriebsrenten-Experten von Febs verschiedene Maßnahmen, zum Beispiel eine Auslagerung auf einen Pensionsfonds, ein Wechsel des Durchführungsweges oder Umstrukturierung der Versorgung.

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