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Eon trennt sich vom Stromnetz

4.11.09

Der Stromkonzern Eon steht nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) kurz vor dem Verkauf seiner Hochspannungsleitungen.

Wie es mit Berufung auf Insider heißt, soll die Öffentlichkeit in der kommenden Woche über den Deal informiert werden. Als Käufer des etwa 10.000 Kilometer umfassenden Stromnetzes stehe ein Konsortium aus Töchtern der Deutschen Bank und US-Bank Goldman Sachs bereit.

 

Der Deal bringt zwar eine Zäsur am deutschen Energiemarkt, er kommt aber nicht unerwartet. Bereits im Februar vergangenen Jahres hatte Eon bekanntgegeben, sein Netz verkaufen zu wollen. Der Stromriese kam seinerzeit der EU-Wettbewerbskommision zuvor, die angeblich zwei Kartellverfahren gegen den Konzern eröffnen wollte. In dem Streit ging es damals ebenfalls darum, dass sich das Unternehmen von 4.800 Megawatt an Kraftwerkskapazitäten trennen müsse.

 

Pläne zur Schaffung einer einheitlichen Netz AG rücken derweil in die Ferne. Das Bundesumweltministerium verfolgte unter der SPD-Führung ein solches Projekt, in dem die Hochspannungsleitungen der vier Branchengrößen unter einer 25-Prozent-Beteiligung des Staates zusammengefasst werden sollten. Ziel war es, die notwendigen Investitionen zu ermöglichen, die mit der verstärkten Einspeisung von Ökostrom anstehen. Bisher weigern sich jedoch laut Meldung der FTD die beiden größten Betreiber, RWE und EnBW, ihre Netze abzustoßen.

 

tr