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Erfolg für Manager der Deutschlandfonds

11.04.11

Die Manager der deutschen Aktienfonds haben in den vergangenen Jahren ordentlich gearbeitet. Fast alle Fonds übertreffen derzeit den Index.

Harsche Kritik gab es in den letzten Jahren immer wieder für die aktiv gemanagten Aktienfonds. Mehrheitlich schien die Arbeit der Manager für die Katz, denn sie schafften es nicht einmal, den Index zu übertreffen, an dem sie sich orientierten. Warum dann nicht gleich einen Indexfonds kaufen?

Aktuell kann sich die Bilanz zumindest der Fonds mit dem Anlageschwerpunkt in Deutschland sehen lassen. Auf Sicht der letzten drei Jahre schafften es 87 Prozent, die Benchmark MSCI Germany zu schlagen. Im Jahr 2007 waren es noch magere 14 Prozent gewesen. Das sind Ergebnisse der Fondsstudie, die alljährlich die Allgäuer Fondsgesellschaft GECAM herausgibt.

Überraschend ist das Ergebnis vor allem deswegen, weil die Fondsmanager immer noch förmlich am Index kleben, zum Teil, weil es die Ausrichtung des Fonds vorgibt. Auf der Skala von 1 bis minus 1 bei der Indexkorrelation erreichten die Deutschlandfonds den Wert 0,96. Wer nicht von der Benchmark abweicht, kann eigentlich kaum die Kosten für das eigene Management einspielen und zusätzlich noch eine Überrendite erwirtschaften. Zweite Überraschung: In der aktuellen Auswertung liegen die großen Flaggschiffe vor den kleinen, wendigeren Fonds, die sich auf kleinere Unternehmen spezialisiert haben. In den älteren Fondsstudien hatten diese dank des gezielten Herauspickens von erfolgversprechenden Unternehmen geglänzt.

Management der Schwellenländerfonds enttäuschend


Dagegen verschlechterten sich die Ergebnisse von weltweiten Aktienfonds: Nur noch 24 Prozent erwirtschafteten einen Mehrertrag über drei Jahre. 2007 lag ihre Zahl noch bei 33 Prozent. Immerhin schnitten auch hier die Großen besser ab: Unter den 10 Prozent der volumengrößten Fonds schaffte es knapp die Hälfte (48 Prozent), den Markt zu übertreffen. Auch die Leistungen der Manager von Schwellenländerfonds enttäuschten erneut: Mit der höchsten Indexnähe unter den bewerteten  Aktienfondskategorien schafften es nur 18 Prozent der Fonds, sich über aktive Einzeltitelauswahl positiv vom Index abzuheben.

GECAM verfolgt einen Mischfondsansatz, bei dem das Management je nach Marktlage und Risikoausrichtung des Fonds die Aktienquote zwischen Null und 100 Prozent hoch- und runterfahren und in andere Anlageklassen wie Rentenpapiere ausweichen kann. Dass dieser Ansatz in den vergangenen Jahren, als die Aktienmärkte einbrachen, Vorteile hat, streichen die Allgäuer in ihrer Studie heraus. Während  bei der Drei-Jahres-Performance noch nicht einmal jeder dritte Aktienfonds insgesamt eine positive Rendite einspielte, schafften das 52 Prozent der Mischfonds.