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Riester-Rente

Euphorie bei Riester-Rente ebbt ab

5.02.10

Die Zahl der Riester-Renten überschritt 2009 die 13-Millionen Grenze. Im Vergleich zu den Vorjahren sank der Zuwachs aber enorm. Einen kleinen Lichtblick gibt es beim Wohn-Riester.

Die Menschen vertrauen der Riester-Rente und lassen sich auch in der Krise nicht davon abbringen, mit der staatlichen Förderung fürs Alter vorzusorgen. Davon zeigt sich die Bundesarbeitministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei der Präsentation der Zahlen für 2009 überzeugt. Die Zahl der Policen stieg um 1,1 Millionen, insgesamt gibt es 13,3 Millionen Verträge. Allein im letzten Quartal 2009 entschlossen sich 362.000 Menschen neu für diese Form der zusätzlichen Altersvorsorge.

 

"Die positiven Zahlen zeigen, dass die Deutschen auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit sehr verantwortlich Vorsorge für ihr Alter treffen. Ich wünsche mir, dass der Boom beim Riestern weiter anhält“, sagte die Ministerin. Ein Blick auf die vergangenen Jahre verrät aber, dass von Boom keine Rede sein kann. Noch 2008 gab es 2,2 Millionen Neuabschlüsse. Selbst bereinigt um 480.000 Stornos und Vertragsabgänge, lag das Wachstum in jenem Jahr bedeutend höher. Und in den Jahren 2006 und 2007 meldeten allein die Versicherer, die etwa drei Viertel des Marktes abdeckten, über zwei Millionen neue Verträge.

 

Erfolgreich entwickelte sich die jüngste Form des Riesterns, die Eigenheimrente: Mit 78.000 Neuzugängen im Zeitraum Oktober bis Dezember setzte sich der Zuwachs auf nun insgesamt knapp 200.000 Wohn-Riester-Sparer fort. Die guten Zahlen schreibt sich zum großen Teil der Marktführer Schwäbisch Hall auf die Fahnen. Er hat allein 100.000 Wohn-Riester-Verträge im Bestand – doppelt so viele, wie erwartet. Besonders erstaunlich ist das Wachstums angesichts einer Flaute beim Bausparen. Beim schwäbischen Finanzinstitut sank das Bausparvolumen 2009 nämlich insgesamt um ein Fünftel.

 

tr