News Berufsunfähigkeitsversicherung -

Informationen über Versicherungen, Bankprodukte und Steuertipps

Berufsunfähigkeitsversicherung

Falsche Erwartungen bei Unfall und Berufsunfähigkeit

5.02.10

Geht es um die Zahlungen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, liegen unsere Erwartungen zu hoch, das Risiko einer Berufsunfähigkeitrente schätzen wir dagegen zu niedrig ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz.

Die Deutschen hoffen auf eine hohe Absicherung, wenn sie nicht mehr arbeiten können, und wähnen sich dabei in trügerischer Sicherheit. Wie viel Geld Betroffene im Ernstfall wirklich erhalten, darüber gibt es Aufklärungsbedarf. So glauben 34 Prozent der Befragten, bei bleibenden Gesundheitsschäden durch einen Unfall, der in ihrer Freizeit passiert, in jedem Fall eine Kapitalzahlung von der gesetzlichen Unfallversicherung zu bekommen.

 

Weit gefehlt, sie zahlt nur in Zusammenhang mit der Berufsausübung – also für Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten. Unfälle im Zusammenhang mit Weiterbildungen und Betriebsfeiern sind ebenfalls abgesichert, gegebenenfalls noch der Betriebssport, aber mehr nicht. Für die übrigen Unfälle – und sie bilden die Mehrheit – ist eine private Unfallversicherung nötig.

 

Auch bei den Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind viele Deutsche blauäugig. Das Risiko eines Büroangestellten, berufsunfähig zu werden, schätzen 81 Prozent der Befragten als niedrig ein. Der map-report ermittelte 2006, dass psychische Erkrankungen mit 31 Prozent am häufigsten Ursache von Berufsunfähigkeit sind, gefolgt von Krebsleiden (15 Prozent) und Herzerkrankungen (11 Prozent). Diese Krankheiten können Büroangestellte wie Handwerker gleichermaßen treffen. "Erschreckend gering", heißt es in der Allianz-Meldung, sei auch die Bereitschaft, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Obwohl zwei Drittel der Befragten diese Police, ebenso wie die Unfallversicherung, für wichtig halten, wollen 56 Prozent definitiv keinen Vertrag abschließen.

 

Zu optimistisch antworteten die Umfrageteilnehmer bei der Frage nach der staatlichen Erwerbsminderungsrente. Immerhin ein Drittel glaubt, 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens von der Deutschen Rentenversicherung zu bekommen. Hingegen erhält, wer nach 1961 geboren ist und nur noch weniger als drei Stunden arbeiten kann, eine Erwerbsminderungsrente von gerade mal 29 Prozent des letzten Bruttogehalts. Geht man von einem durchschnittlichen Brutto-Gehalt eines Angestellten im produzierenden Gewerbe von rund 3.100 Euro im Monat aus, sind das etwa 900 Euro.