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Fondsparpläne: Zweitdepot eröffnen

13.11.08

Viele Fondsanleger erhalten derzeit von ihrer Depotbank Post, die zu lesen sich lohnt. Handlungsbedarf besteht noch in diesem Jahr.

Wer regelmäßig in Aktienfonds spart, sollte jetzt ein zweites Depot für die ab dem 1. Januar erworbenen Anteile eröffnen. Darauf verweist die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer Novemberausgabe. Hintergrund sind die Abgeltungssteuer und eine Methode, die das Finanzamt beim Verkauf von Fondsanteilen anwendet – "First in, first out". Nach dieser Fifo-Methode nimmt der Fiskus an, dass der Anleger aus einem Depot zuerst die Anteile verkauft, die er auch zuerst gekauft hat.

 

Durch die Abgeltungssteuer büßen Anleger unter Umständen Rendite ein. Verkaufen sie einen Teil der Anteile, sind darunter zuerst die vor dem 1. Januar 2009 gekauften, für die noch keine Abgeltungssteuer anfällt. Gerade diese Anteile hätten sie aber gern am längsten behalten, weil bei denen die Kursgewinne steuerfrei bleiben. Geht nicht, sagt das Finanzamt. Als Ausweg bleibt nur, ein zweites Depot oder ein Unterdepot zu eröffnen.

 

Dafür bieten die Banken in der Regel problemlose Lösungen. Meist können Kunden ein Zweitdepot oder ein Unterdepot eröffnen. Häufig fallen keine Mehrkosten an. Bei einigen Anbietern geht das sogar vom heimischen Computer aus.

 

Das tatsächlich Handlungsbedarf besteht, zeigt "Finanztest" in einer einfachen Beispielrechnung. Ein Anleger, der 2008 und 2009 jeweils zweimal einen identischen Betrag anlegt und das Geld bei gleicher Wertentwicklung wenig später in zwei Schritten verkauft, kassiert nach Abzug der Steuer etwa 10 Prozent mehr an Kursgewinnen. Voraussetzung ist, dass er seine Depots trennt und zuerst die neuen Anteile verkauft.