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Für den Urlaub die passenden Zahlungsmittel einpacken
28.05.09Sommerzeit ist Reisezeit. Da heißt es Koffer packen und ab geht's in Urlaub. Viele Bundesbürger nehmen alles mögliche mit, nur nicht die richtigen Zahlungsmittel.
"Oft wird viel zu viel Bargeld eingesteckt", sagt Thomas Schlüter vom Bundesverband deutscher Banken gegenüber Aspect Online. Dabei tun Urlauber gut daran, sich nie nur auf ein Zahlungsmittel zu verlassen. Viel besser ist die richtige Mischung, die je nach Urlaubsland oder auch eigenen Zahlungsvorlieben variiert. Für die Reisezahlungsmittel muss jedoch niemand einen kleinen Extra-Koffer mitnehmen.
Bei der Entscheidung, ob man mehr oder weniger Bargeld, lediglich seine Kreditkarte oder auch noch seine EC-Karte und vielleicht zusätzlich Reiseschecks auf Reisen mitnimmt, kommt es darauf an, wohin und wie man reist - und wie bequem und sicher man es haben will.
Wer "all inclusive" in einer Hotel- oder Clubanlage verbringt, hat das meiste ja schon bezahlt, muss aber beim Checkout vielleicht noch kleinere Extras begleichen, die dann doch nicht inklusive waren. Wer seinen Urlaub hingegen selbst organisiert und sich abseits der üblichen touristischen Pfade bewegt, fährt besser mit einem gewissen Vorrat an Bargeld. Es muss allerdings klar sein: Während EC- und Kreditkarte ersetzbar sind, ist das bei Bargeld nicht der Fall - etwa nach Diebstahl.
Die gemischte Reisekasse ist sinnvoll
- EC- und Kreditkarte:
Die EC-Karte war früher zusammen mit den Eurocheques der klassische Urlaubsreisebegleiter. Heute kann man mit der Karte und PIN in vielen Geschäften in Europa, aber auch außerhalb Europas direkt an der Kasse elektronisch bezahlen. Dieser Service wird in mehr als 100 Ländern auf der ganzen Welt angeboten. Zusätzlich steht ein dichtes Netz von Geldautomaten zur Verfügung: Mit EC-Karte lässt sich an etwa elf Millionen Akzeptanzstellen zahlen. Mit z.B. der Visa-Kreditkarte sind es schon über 24 Millionen Geschäfte, Hotels, Banken und andere Partner, die die Karte als Zahlungsmittel akzeptieren.
Die Gebühren beim Bezahlen in Geschäften oder Hotels hängen vor allem davon ab, ob innerhalb oder außerhalb der Euro-Zone bezahlt wird. Beim bargeldlosen Bezahlen mit der EC-Karte und der Kreditkarte in mittlerweile 16 Euro-Ländern wird keine Gebühr erhoben. In fremden Währungsgebieten – hierzu zählen auch elf EU-Staaten – muss beim Bezahlen mit Karte mit einem Kursaufschlag von einem bis zwei Prozent gerechnet werden. Stiftung Warentest rät, kleinere Beträge lieber mit der Kreditkarte zu begleichen, da bei EC-Karten im Regelfall eine Pauschale von mindestens 0,75 bis ein Euro erhoben wird.
Eine Kreditkarte gibt es heute oft gratis für Girokonten-Besitzer und sie ist im Ausland für Abhebungen oft unverzichtbar. Dennoch sollten Sie die Bedingungen vorher genau in einem Vergleich der Anbieter von Girokonten prüfen. Denn neben dem Jahrespreis verlangen die Anbieter oft eine Gebühr von zwei bis vier Prozent und der Mindestbetrag liegt laut "Finanztest" häufig bei fünf Euro. - Bargeld:
Wenn es im Urlaubsland den Euro nicht gibt, ist die nationale Währung gefragt. Damit kann man sich entweder schon zu Hause oder bei der Ankunft an einem Geldautomaten oder in einer Wechselstube versorgen. Vor allem bei exotischen Zielen sollten Reisende eine Alternative haben, für den Fall, dass eine Karte nicht nutzbar ist. Schon direkt nach der Ankunft am Reiseziel kann es sein, dass man Bares braucht – "sei es für eine Tasse Kaffee, die Taxifahrt zur Unterkunft oder das erste Trinkgeld im Hotel", so BdB-Sprecher Schlüter.
Der Euro ist meistens völlig problemlos überall außerhalb der Eurozone eintauschbar. Vor Ort sind die Wechselkurse meist günstiger als in der EU - vor allem in Asien oder Afrika. Wenn man sich also erst im Urlaubsland das passende Bargeld holen will, dürfte es in aller Regel günstiger sein, dafür Geldautomaten statt die Dienste einer Bank oder Wechselstube in Anspruch zu nehmen. Für Geldautomaten gilt übrigens die Regel, dass der Umrechnungskurs bei Abhebungen mit Karte meist günstiger als an Wechselstuben und strengen Kontrollen unterliegt. So können Sie sicher sein, immer einen guten Tausch zu machen. - Reiseschecks (oder Traveller’s Cheques):
sind vor allem in Ländern sinnvoll, in denen weder Geldautomaten noch die Akzeptanz von Kreditkarten besonders verbreitet sind. In einigen Ländern kann man sie nur bei Banken oder Wechselstuben in Bares tauschen. Reiseschecks können teilweise auch bei Reisebüros in wichtigen Währungen wie US-Dollar, Euro, Britisches Pfund, Australischer oder Kanadischer Dollar, Südafrikanischer Rand und Schweizer Franken gekauft werden. In anderen Ländern (insbesondere in den USA) kann man mit ihnen wie mit Bargeld direkt in Geschäften bezahlen.

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