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Girokonto

Geld abheben im Ausland wird schwerer

9.03.11

Überraschung für Girokonto-Kunden im Ausland. Außerhalb Europas gibt es mit der EC-Karte oft kein Geld mehr. In Zukunft könnte die Kreditkarte wichtiger werden.

Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, hat die Deutsche Bank den Verfügungsrahmen ihrer EC-Karten außerhalb des Sepa-Raums - das sind die EU-Staaten plus fünf weitere europäische Länder - mit Beginn des Jahres auf Null gesetzt. Wer zum Beispiel in den USA am Automaten Geld vom Girokonto abheben oder im Geschäft mit der Karte bezahlen möchte, geht leer aus oder er weicht auf die Kreditkarte aus.

Das Limit, bis zu dem abgehoben werden kann, lässt sich zwar vor einer Reise für den Zeitraum von einem Jahr wieder anheben. Doch viele Kunden sind offenbar von der Maßnahme überrascht. Hintergrund sind Betrugsfälle mit EC-Karten, bei denen Kriminelle die Daten des Magnetstreifens ausgelesen haben. Diese Daten übertragen sie auf Kartendubletten und heben im Nicht-EU-Ausland damit ab - Skimming heißt die Masche.

In Europa kommt am Geldautomaten der integrierte Chip zum Einsatz. In den nichteuropäischen Staaten lesen die Automaten beim Abheben überwiegend den Magnetstreifen aus. Technisch ist beides mit der EC-Karte möglich. Doch die Banken wollen aus Sicherheitsgründen weg vom Magnetstreifen.

Wie das "Hamburger Abendblatt" weiter schreibt, gibt die Postbank EC-Karten mit dem Aufdruck V-Pay aus, mit denen die Girokontokunden grundsätzlich nur noch im Sepa-Raum abheben und bezahlen können. Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken empfehle seinen Mitgliedsbanken ebenfalls Karten herauszugeben, die nur innereuropäisch akzeptiert werden. Die Commerzbank erwäge unter anderem, den Magnetstreifen ganz abzuschaffen.

tr