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Gesundheitsreform war „politischer Nackenschlag“
27.03.09Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherung sinken und immer weniger gesetzlich Versicherte wechseln in die Privattarife. Der PKV-Verband sieht die Ursache in der letzten Gesundheitsreform und sprich von einem „politischen Nackenschlag“.
Neue Kunden finden nur noch schwer in die private Krankenversicherung, seitdem die Gesundheitsreform ab 2007 den Wechsel für Arbeitnehmer extrem behindert. Sie müssen jetzt drei Jahre über der Pflichtgrenze verdienen, ehe sie in die private Krankenversicherung wechseln dürfen.
Die Folgen sind bei den Neuzugängen zu besichtigen. Einen Nettozuwachs von 48.900 „normalen“ Neuversicherten in der Vollversicherung meldet der PKV-Verband für seine Mitgliedsunternehmen im Jahr 2008. Das ist ein Minus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 58 Prozent gegenüber dem letzten Jahr vor der Reform.
Zusätzlich gab es Neukunden, die aufgrund eines Sondereffekts bei den Privaten gelandet sind. Es geht um etwa 21.000 Versicherte, die vorher keine Krankenversicherung hatten und noch vor dem In-Kraft-Treten der Versicherungspflicht eine neue Versicherung gesucht haben. Etwa 2.400 dieser Neukunden wechselten in den Basistarif. Weil die Gesellschaften ihn nicht kostendeckend anbieten, wird er von anderen Tarifen quersubventioniert.
8,6 Millionen Deutsche haben derzeit eine private Krankenvollversicherung. Hinzu kommen knapp 21 Millionen Krankenzusatzversicherungen. In diesem Segment waren die privaten Anbieter erfolgreicher. Die Zahl der Verträge stieg im letzten Jahr um knapp eine Million oder 4,7 Prozent. Immerhin um 140.000 wuchs die Anzahl der Versicherten, die privat eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben, ein Plus von 12 Prozent zum Vorjahr.
tr

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