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Glasschäden: Kriminelle Masche mit der Teilkasko
12.05.11Kriminelle haben eine einträgliche Masche auf Kosten der Kfz-Versicherungen und ihrer Kunden entdeckt. Mit fingierten Glasschäden und Rechnungen machen sie bei der Teilkasko Kasse.
Wie die Zurich Versicherung mitteilt, treten werden immer mehr Autoglasschäden fingiert. Bei den verschiedenen Betrügereien werden arglose und gutgläubige Autobesitzer benutzt, ihre persönlichen Daten erschlichen und ihre Unterschriften durch vermeintliche legal agierende Autoglasereien gefälscht.
Betrugsfalle "Spontanreparatur"
Auf Parkplätzen von Baumärkten und Supermärkten postieren sich gelegentlich Anbieter von Autoglas-Sofortreparaturen. Unter sie mischen sich gelegentlich schwarze Schafe, die von ihren seriös arbeitenden Kollegen auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden sind. So fingieren die Betrüger in einem unbeobachteten Moment Glasschäden an Windschutzscheiben, die es vorher am Fahrzeug jedoch nicht gegeben hat.
Nach der Rückkehr der Fahrzeugbesitzer wird diesen dann angeboten den Schaden sofort und vor Ort durch eine Glasreparatur zu beseitigen. Gelockt wird mit einer "unproblematischen" Abrechnung direkt mit der Kfz-Versicherung, die Selbstbeteiligung spare man schließlich auch. Die "Reparatur" erfolgt dann meist qualitativ mangelhaft oder sogar im unerlaubten Sichtfeldbereich des Fahrers.
Betrugsfalle "Internetinserat"
Eine weitere Masche ist auch das Erschleichen von persönlichen Versicherungsdaten von Autobesitzern, die ihr Fahrzeug über ein Internetportal zum Kauf anbieten. Die Betrüger täuschen Interesse an dem Fahrzeug vor und erschleichen sich im Verlauf des Gesprächs persönliche Daten des Verkäufers, Angaben zur Fahrgestellnummer, zur Fahrzeugversicherung und Details zum Deckungsumfang.
Mit diesen Informationen wenden sich die Betrüger an den Versicherer und geben sich als Autoglasreparaturfirma aus. Die Behauptung: Man habe an dem entsprechenden Fahrzeug im Auftrag des Fahrzeughalters einen Steinschlagschaden repariert und bittet nun um Regulierung des Schadens mit Überweisung auf das "Firmenkonto". Eine gefälschte Abtretungserklärung des Fahrzeughalters wird gleichzeitig mitgeliefert. Der Fahrzeughalter bleibt dabei völlig arglos.
Betrugsfällen auf der Spur
Zur Erkennung, Aufdeckung und Bekämpfung von Betrugsfällen hat die Zurich Gruppe Deutschland eine eigene Abteilung gegründet. Das 50-köpfige Team recherchiert nach Erkennen erster Betrugsanzeichen, ob sich der Anfangsverdacht erhärtet und nimmt direkt den persönlichen Kontakt mit den betroffenen Kunden auf.
Das Aufdecken solcher Betrugsfälle dient der Versichertengemeinschaft. Ein Tipp an Kfz-Versicherungskunden: Sie sollten vor einer Reparatur grundsätzlich selbst mit dem eigenen Versicherer in Kontakt treten. Autointeressenten gegenüber sollten sie keine konkreten Angaben zur bestehenden Autoversicherung machen.

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