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Kfz-Versicherung

Kfz-Versicherung: Nach Unfall statt Reparatur Geld vom Gegner

4.01.11

Statt nach einem Unfall den Wagen auf Kosten der gegnerischen Kfz-Versicherung reparieren zu lassen, können Autobesitzer auf der Basis eines Kostenvoranschlags auch Geld vom Schädiger verlangen.

"Doch bei solchen fiktiven Abrechnungen gilt es einiges zu beachten", sagt Jost Kärger vom ADAC. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Danach können zunächst grundsätzlich die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt durch den Geschädigten geltend gemacht werden.

Der Geschädigte darf aber den Schaden nicht mit den Stundensätzen einer teuren Markenwerkstatt abrechnen, wenn die Kfz-Versicherung des Unfallgegners auf eine technisch gleichwertige Reparaturmöglichkeit in einer mühelos und ohne weiteres zugänglichen freien Fachwerkstatt verweisen kann.

Allerdings darf man in Ausnahmefällen als Geschädigter trotzdem auf Basis der Kosten einer Markenwerkstatt abrechnen. "Wenn der Wagen noch keine drei Jahre alt ist, muss man sich auf keinen Fall auf eine günstigere Alternative einlassen. Das gleiche gilt bei älteren Fahrzeugen, die lückenlos scheckheftgepflegt sind", erläutert Kärger.

dapd