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Kapitalleben

Lebensversicherungen: Was gilt es zu beachten?

23.10.07

Risikolebensversicherungen gehören zu den wichtigsten Policen, wenn Angehörige finanziell zu versorgen sind. Kapitallebensversicherungen bestehen in fast jedem Haushalt. Wichtige Grundsätze werden beim Vertragsschluss und während der Laufzeit außer Acht gelassen.

Das kann den Versicherungsschutz oder das Sparziel gefährden.

Risikolebensversicherung: Antrag gewissenhaft ausfüllen

 

Wer eine Risikopolice abschließen will, muss den Antrag gewissenhaft ausfüllen. Das gilt vor allem für Kunden, die ihre Krankheitsvorgeschichte etwas aufpolieren, um sich die ansonsten fälligen Risikozuschläge zu sparen.

 

Dabei wird aber der wichtige finanzielle Schutz der Hinterbliebenen gefährdet. Denn in der Regel fliegen solche Schummeleien erst nach dem Tod des Versicherten auf, die Versicherung verweigert dann die Zahlung der Versicherungssumme.

 

Entschieden wird dann meist nach den Krankenunterlagen, und die lassen viel Spielraum für Interpretationen: So wird es für die Familie oder andere Hinterbliebene schwer, die Wahrheit herauszufinden und sich den Anspruch doch noch zu sichern.

Vertragsbedingungen genau beachten

 

Ebenfalls ein gewisses Augenmerk sollten Antragsteller auf die Vertragsbedingungen werfen. Beispiel Versicherungssumme: Viele Versicherer bieten die Möglichkeit, sie während der Vertragslaufzeit nach oben anzupassen.

 

Interessierte sollten darauf achten, dass ihr Vertrag diese Option besitzt. Denn so ist sichergestellt, dass der Vertrag den Lebensumständen angepasst werden kann, wenn eine höhere Versicherungssumme nötig ist.

 

Die Alternative dazu wäre nämlich der Abschluss eines neuen Vertrages, der aber wird im Laufe des Lebens immer teurer und ist bei erschwerten Umständen wie Erkrankungen vielleicht sogar unmöglich.

 

Problematisch kann ein eingeschränkter Risikoschutz mit Leistungseinschränkungen sein. Mit einem solchen Ausschluss verzichten Antragsteller in bestimmten Fällen auf Versicherungsschutz.

 

Als Herzkranker würden Antragsteller dann zum Beispiel kein Geld bekommen, wenn sie an einer entsprechenden Erkrankung sterben. Risikoschutz ist aber nur dann sinnvoll, wenn jedes Risiko abgedeckt ist. Besser ist es dann eben, eine etwas höhere Prämie zu zahlen und dafür den vollen Versicherungsschutz zu erhalten.

 

Versicherungssumme anpassen

 

Das nächste Risiko kann eine zu geringe Versicherungssumme beim Risikoschutz sein. Damit die Familie oder der Partner aber auch wirklich ausreichend versichert sind, muss die Versicherungssumme ausreichend hoch sein - und da lauert bereits die erste Falle.

 

Das drei- bis fünffache Brutto-Jahresgehalt sollte als Versicherungssumme gewählt werden, damit der Schutz ausreichend ist. Wer weniger versichert, riskiert die finanzielle Unabhängigkeit der Familie.

 

Kapitalleben: Drum prüfe, wer sich an sie bindet

 

Ein weiterer Stressfaktor belastet vor allem Kapitalpolicen, denn die Hälfte dieser Verträge wird nicht durchgehalten. Eine Kapitalversicherung sollte man also grundsätzlich nur abschließen, wenn man auch sicher ist, den Vertrag durchhalten zu können.

 

Ist das nicht der Fall, schlagen die hohen Kosten voll ins Kontor und der Sparvertrag mit angehängtem Risikoschutz wird zum Verlustgeschäft.

 

Ohnehin sind die Kapitalpolicen nicht als echter Risikoschutz geeignet. Denn kaum jemand wird finanziell in der Lage sein, das vier- bis fünffache Brutto-Jahresgehalt als Kapitalpolice abzusichern.

 

Selbst bei Direktversicherern kostet eine Police mit einer Versicherungssumme von 200.000 Euro im Jahr fast 6000 Euro, wenn der Vertrag mit Mitte 30 abgeschlossen wird und 25 Jahre läuft. Reiner Risikoschutz für den Todesfall kostet dagegen gerade einmal 480 Euro im Jahr.

 

(Quelle: ddp)