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Mobile Banking: Noch viele Bedenken wegen Sicherheit

15.09.10

Im Stau schnell den Kontostand des Girokontos überprüfen. Oder im Straßencafe die aktuellen Depot-Konditionen abrufen. Ein Drittel der Bankkunden stehen dem Mobile Banking offen gegenüber.

Bislang zeigen sich in erster Linie die jüngeren Generationen interessiert, wenn es darum geht, Bankgeschäfte über ein internetfähiges Mobiltelefon zu tätigen. Doch auch die älteren Jahrgänge lehnen die neuen technischen Möglichkeiten nicht kategorisch ab. Es besteht Neugier. Diese wird allerdings durch weit verbreitete Bedenken an der Sicherheit des Mobile Banking gehemmt. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics.

Jeder Zehnte holt sich allgemeine Finanzinformationen über das Handy. Aktiver sind die Jüngeren (17 Prozent) und die Kunden von Direktbanken. Die deutliche Mehrheit aller Nutzer greift dabei mindestens einmal wöchentlich auf entsprechende Dienste zurück. Am meisten interessieren sich die Nutzer für aktuelle Börsenindizes und Währungskurse sowie für allgemeine Finanznachrichten.

Auf die Frage, ob man bereits konkret Bankgeschäfte mit dem Handy abgewickelt oder Informationen über eine Bank eingeholt habe, antworten 14 Prozent zustimmend. Mehrheitlich rufen sie die entsprechenden Seiten mindestens einmal pro Woche auf. Etwa jeder Dritte nutzt dabei spezielle Programme – sogenannte Apps – auf seinem Mobiltelefon. Für zwei Drittel aller Nutzer steht dabei die Abfrage des aktuellen Kontostands auf dem Girokonto im Vordergrund. Dass die deutliche Mehrheit noch keine Erfahrungen mit dem Mobile Banking hat, verwundert nicht. Die Nutzung macht richtig Spaß mit einem Smartphone. Und diese beginnen erst den Markt zu erobern.

Bei allen Verbrauchern noch große Sicherheitsbedenken

Trotzdem haben immerhin 38 Prozent Interesse an den Bankgeschäften von unterwegs. Bei den Direktbankkunden zeigt sich sogar jeder Zweite aufgeschlossen. Da ist noch viel Technikneugier dabei. Denn einen echten Vorteil gegenüber dem herkömmlichen Online-Banking sieht nur jeder fünfte Umfrage-Teilnehmer. Die meisten Verbraucher interessieren sich für den aktuellen Kontostand. Auf Platz zwei der nützlichen Anwendungen landet die Abfrage nach dem nächstgelegenen Bankautomaten. Interessiert sind die Bankkunden auch an einem SMS-Alarm, falls hohe Abbuchungen vom Konto vorgenommen werden.

Die Mobile-Banking-Skeptiker, die sich Bankgeschäfte mit dem internetfähigen Handy grundsätzlich nicht vorstellen können, fühlen sich in erster Linie von Sicherheitsbedenken abgeschreckt. 57 Prozent von ihnen geben diesen Grund als Haupthemmnis an und vermuten deutliche Sicherheitslücken gegenüber dem Online-Banking. Dazu passt, dass nur etwa jeder fünfte aller Befragten glaubt, das Mobile Banking sei genauso sicher wie Online-Banking. Für die Studie wollte YouGovPsychonomics im Juli und August 2010 die Meinung von über 1500 Finanzentscheidern und Mitentscheidern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren wissen.

tr