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Motorradversicherung

Motorrad-Diebstahl: Teilkasko zahlt nicht bei Leichtfertigkeit

7.07.09

Die Motorradversicherung leistet keinen Ersatz, wenn das Gefährt bei einer Probefahrt gestohlen wird und der Versicherungskunde leichtsinnig gehandelt hat.

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." Wer von privat zu privat sein Motorrad verkauft, sollte sich besonders an den zweiten Teil der Regel halten. Das Landgericht Coburg entschied einen Fall, in dem ein Kunde gegen seine Motorradversicherung klagte. Er machte einen Schaden von 8.000 Euro im Rahmen der Teilkasko geltend, weil ein vermeintlicher Käufer das Zweirad bei einer Probefahrt entwendet hatte. Das Gericht gab jedoch dem Versicherer recht, schließlich hatte der Mann extrem unvorsichtig gehandelt.

 

Vor Start der "Probefahrt" kannte er den vermeintlichen Kaufinteressenten nicht und unterließ es gleichzeitig, sich den Ausweis zeigen zu lassen. Trotzdem vertraute er dem Fremden das PS-starke Gefährt an. Der nahm das Angebot dankend an und sandte als letzten Gruß eine SMS an den Eigentümer mit der Mitteilung, das Motorrad sei jetzt gestohlen. Die Versicherung zahlte für den Diebstahl nicht, weil der Verkäufer den Schaden grob fahrlässig herbeigeführt habe.

 

Genau so sahen es auch die Coburger Richter. Wer keinerlei Vorsichtsmaßnahmen gegen die Entwendung trifft, lädt geradezu zum Diebstahl ein. Es sei außerdem bekannt, dass es bei Probefahrten zu Trickdiebstählen und Betrügereien komme. Das Urteil ist rechtskräftig (Landgericht Coburg, Urteil vom 29. April 2009, Az: 13 O 717/08).

 

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