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Rahmenkredit statt Dispokredit
19.01.09Wer für kurzfristige Anschaffungen Geld benötigt, muss nicht unbedingt den Dispo strapazieren. Ein Rahmenkredit bietet sich als Alternative an.
Gerade zu Weihnachten rollt die Ausgabenlawine auf die Verbraucher zu. Um dann die Geschenkewünsche zu erfüllen, muss mancher den Disporahmen seines Kontos ankratzen oder gar ausschöpfen. Dabei langen die Banken kräftig zu – über 12 Prozent liegen die Überziehungszinsen im Durchschnitt. Die Variante kann also teuer werden.
Wie die ING-Diba mitteilt, ist ein Rahmenkredit (auch als Abrufkredit bezeichnet) eine günstige Alternative. Diesen Kredit kann der Kunde ähnlich wie den Dispokredit innerhalb eines bestimmten Rahmens nach jeweiligem Bedarf anzapfen und auch flexibel zurückzahlen. Zinsen fallen nur auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag an – abgesehen von einer kleinen Mindestrate bei vielen Anbietern.
Als die Zeitschrift Finanztest zuletzt im November 2007 die Rahmenkredite testete, lagen die besten Effektivzinsen unter acht Prozent. Ein Vergleich zeigt, dass ein Kredit über 3.000 Euro und ein Jahr bei 12,5 Prozent knapp 150 Euro teurer ist als bei acht Prozent. Bankkunden sollten vorher die Konditionen genau einsehen. Meist ist der Zins flexibel. Sowohl die Höhe der Rückzahlungen als auch die Marktentwicklung nehmen Einfluss auf die Effektivzinsen.
Ein Vorteil des Rahmenkredits: Er ist nicht an das Girokonto gebunden, der Kunde kann also aus allen Angeboten am Markt auswählen. Die Palette der Banken ist aber eingeschränkt. Finanztest schrieb 83 Kreditinstitute an und erhielt nur 16 Antworten.
Die ING-Diba warnt Verbraucher, die den Rahmenkredit nutzen wollen, weil der Disporahmen auf dem Girokonto der Hausbank schon ausgeschöpft ist. Dann droht die Gefahr, in eine Schuldenspirale zu geraten.
tr

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