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Private Rente

Rentenerhöhung kann wichtiger als Anfangsrente sein

20.04.11

Wer im Angebot für eine private Rentenversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur nach der Anfangsrente schielt, wählt womöglich das falsche Produkt.

Die Rendite einer Rentenversicherung erkennt der Sparer nicht allein an der Rente, die er am Beginn der Auszahlphase erhalten wird. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat 150 Tarife von 60 Gesellschaften einem Rating unterzogen. In einem Exkurs ihrer Studie weisen die Tester darauf hin, welche Bedeutung eine vereinbarte Rentensteigerung hat.

In einem hypothetischen Beispiel werden zwei Rentenversicherungen gegenübergestellt, die ein 20-Jähriger mit einem Monatsbeitrag von 100 Euro und einem Renteneintritt mit 67 abschließt. Versicherer A rechnet eine monatliche Rente von 1.500 Euro aus und garantiert eine jährliche Steigerung von 0,5 Prozent. Versicherer B will nur 1.200 Euro geben, dafür aber eine Erhöhung von 2,5 Prozent.

Spricht auf den ersten Blick alles für Versicherer A, so ist bei genauerem Hinsehen Versicherer B im Vorteil. Aufgrund der höheren Rentensteigerung pro Jahr wäre laut der Studie die Ablaufleistung bei gleicher Lebenserwartung um circa 40.000 Euro höher als bei Versicherung A. Gesamtauszahlungen in Höhe von etwa 600.000 Euro stehen 560.000 Euro gegenüber. Ab dem 13. Jahr ist die Monatsrente bei Versicherer B höher.

Aufgrund der Inflation sollten Verbraucher die Rentenerhöhungen besonders beachten. Das gilt ebenfalls für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Gesellschaften bieten hier an, eine bestimmte jährliche Rentenerhöhung zu vereinbaren für den Fall, dass die Berufsunfähigkeit eintritt. Meist können Verbraucher von einem bis drei Prozent auswählen.

tr