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Rürup: Ampelkennzeichnung für Finanzprodukte "völlig untauglich"
4.09.09Ein einfaches Rot-Gelb-Grün hält Bert Rürup für den vollkommen falschen Weg, um damit die Eignung von Versicherungen für die Altersvorsorge anzuzeigen. Das sagte der ehemalige Regierungsberater im Interview mit Börse Online.
"Was für einen verheirateten Facharbeiter ohne Kinder die richtige Lösung ist, kann für die allein erziehende Verkäuferin die falsche sein", mit dieser Argumentation wendet sich Bert Rürup gegen eine vereinfachte Darstellung von Finanzprodukten, bei der die individuelle Situation des Altersvorsorgesparers außer acht gelassen wird.
Er greift gleichzeitig eine Position von Barbara Hendricks an, seiner SPD-Parteifreundin und Kandidatin für das Verbraucherschutzministeramt im Schattenkabinett Steinmeier. Sie trat, so Börse Online, am Dienstag für eine Kennzeichnung in Rot, Geld und Grün ein, bei der auf den ersten Blick deutlich werde, welche Risiken bestehen.
Diese Finanz-Ampel hatte zuletzt die Verbraucherzentrale Hamburg in ihrer Broschüre Ampelcheck verwendet. Versicherungsprodukte schnitten im Urteil der Verbraucherschützer fast ausschließlich schlecht ab. Diese wiederum sahen sich wegen der groben Vereinfachung heftiger Kritik seitens der Assekuranz ausgesetzt. Die Debeka Lebensversicherung erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung, so dass sie derzeit nicht verbreitet werden darf.
Auch die Rürup-Rente schnitt bei den Hamburgern nicht gut ab. Allenfalls als Rente gegen Einmalzahlung sei sie geeignet. Bert Rürup war seit 2002 Vorsitzender der Sachverständigenkommission zur Neuordnung der Besteuerung von Alterseinkommen. Im Zuge des 2005 in Kraft getretenen Alterseinkünftegesetzes legte das Parlament auch die Regeln der Basisrente - auch Rürup-Rente genannt - fest.
tr

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