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Energiespartipps

Strom sparen und Computer: Augen auf im Dschungel der Labels

3.02.09

Es gibt zahlreiche Labels, auf die Konsumenten nach Auffassung von Verbraucherverbänden achten sollten. Einige dieser Labels lassen sich aber in den Geschäften kaum finden.

Es gibt aus der Sicht der Autoren momentan kein einzelnes Label, das für alle Bereiche im Haushalt, in diesem Fall im Büro, das zentrale Kriterium für den Energieverbrauch sein kann. Viele Labels profitieren sogar davon, dass es für den Einzelnen faktisch unmöglich ist, schnell herausfinden, was sie konkret bedeuten und für welche Nutzungssituationen sie tatsächlich etwas aussagen!

 

Fast alle Labels berücksichtigen nur Teilaspekte des Stromverbrauchs. Das europäische Energielabel kann bei Hausgeräten eine erste Orientierungshilfe sein, um herauszufinden, wie viel Strom die Geräte im Betrieb verbrauchen werden. Der tatsächliche Verbrauch entscheidet sich in der Regel aber im Nutzungsverhalten. Die vorliegende Broschüre hat Ihnen dafür einige Tipps an die Hand gegeben.

 

Darüber hinaus ist in einigen Fällen auch der so genannte Blaue Engel hilfreich. Hierbei müsste man aber auf die speziellen Vergabekriterien achten (bezogen auf Energieverbrauch z. B. Umweltzeichen mit der Begründung „weil energiesparend, geräuscharm und recyclingfähig“), was in den Geschäften kaum möglich ist.

 

Das Energiesparzeichen der GED (Gemeinschaft Energielabel Deutschland) – das GEEA-Label, welches freiwillig vergeben wird – ist bei Büro- und Kommunikationsgeräten eine weitere mögliche Hilfe. Die Aussagekraft dieses Labels ist aber eingeschränkt: Es werden überwiegend Anforderungen für die Leistungsaufnahme im Leerlauf und im „Schein-Aus“ gestellt, der Verbrauch des Gerätes im vollen Betrieb wird allgemein nicht berücksichtigt.

 

Die Grenzwerte für „Schein-Aus“ und Bereitschaftshaltung werden allgemein so festgelegt, dass sie etwa von einem Viertel der Geräte eingehalten werden können. Einige der mit dem Label ausgezeichneten Geräte verbrauchen auch in der Bereitschaftshaltung deutlich über ein Watt und damit in der Summe der zahlreichen Geräte einigen Strom. Bei einzelnen Geräten, die häufig in Einsatzbereitschaft gehalten werden müssen, ist das GEEA-Label insgesamt eine Hilfe.

 

Im Rahmen der so genannten „no-e-Kampagne“ wird für Büro- und einige Haushaltsgeräte in verschiedenen Versionen das Zeichen „Stromsparer mit grünen Häkchen“ propagiert, das auch von einem Medienunternehmen unterstützt wird.

 

In der „strengsten“ Version drückt es aus, dass Geräte mit diesem Zeichen im Leerlauf weniger als ein Watt und im „Schein-Aus-Zustand“ keinen Strom verbrauchen. Die „einfache Version“ sagt lediglich aus, dass das Gerät ausgeschaltet werden kann und dann keinen Strom verbraucht. Bezogen auf den „Schein-Aus-Zustand“ ist dieses Zeichen somit strenger als das GEEA-Label. Das Zeichen sagt aber trotz der großen Versprechens nichts darüber aus, ob das Gerät im vollen Einsatz wirklich ein Stromsparer ist.

 

Im Gegenteil: In der Zeit des vollen Einsatzes entpuppen sich einige „ausgezeichnete“ Geräte als ausgesprochene „Stromfresser“, da z. B. auch besonders große Bildschirme, die im Betrieb allgemein viel Strom „fressen“, ausgezeichnet werden, wenn sie die sonstigen Kriterien erfüllen.

 

Das US-amerikanische Energy-Star-Label, das zum Teil auch in Deutschland auf Computermonitoren zu finden ist, ist in seinen Anforderungen nicht anspruchsvoll und stellt derzeit beim Kauf keine Hilfe dar. Dieses Label wird auf freiwilliger Basis vergeben.

 

Die Tipps zum Energie sparen wurden zur Verfügung gestellt von den Elektrizitätswerken Schönau (www.ews-schoenau.de).