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Umfrage: Kunden wollen nur Mini-Bankgebühren zahlen
12.05.10In den letzten Jahren lieferten sich Banken einen Kleinkrieg um die Gebühren beim Geld abheben an fremden Automaten. Aspect Online befragte Kunden zu ihren Erfahrungen.
Wenn es nach den Nutzern von Aspect Online geht, müssten die Gebühren an fremden Bankautomaten kräftig sinken. Gefragt, welchen Preis sie als fair erachten, sagten 62 Prozent: Sie wären bereit, maximal einen Euro zu bezahlen. Diese Vorstellung kollidiert gewaltig mit der Wirklichkeit. Tatsächlich werden derzeit im Durchschnitt etwa 5,60 Euro fällig. Zehn Euro sind keine Seltenheit. Hebt ein Girokonto-Kunde mit der EC-Karte an einem Bankautomaten in Deutschland Geld ab, der nicht zum Verbund seiner Hausbank gehört, fallen die Kosten an.
In den letzten Jahren hatten die Banken die Gebühren gegenseitig erhöht. Sparkassen und Volksbanken werfen besonders den Direktbanken vor, von ihrem großen Netz an Bankautomaten zu profitieren. Die ING-Diba entgegnet, dass die tatsächlichen Kosten nur bei etwa 60 Cent lägen und bezieht sich auf Hochrechnungen für ihre eigenen Automaten. Im März legte der Zentrale Kreditausschuss fest, dass die Obergrenze zukünftig bei fünf Euro liegen soll. Doch auch damit sind die Verbraucher, die an der Umfrage teilgenommen haben, nicht zufrieden. Ein bis drei Euro hält nur ein Drittel für einen fairen Preis. Drei bis fünf Euro oder gar mehr als fünf Euro sind nur 3,6 beziehungsweise 1,4 Prozent bereit zu zahlen.
Girokonto-Kunden mit scharfem Blick auf die Gebühren
Dabei macht die Mehrzahl der Girokonto-Kunden nach eigener Aussage gar keine Bekannschaft mit den lästigen Gebühren. 60 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr nicht an fremden Automaten Geld gezogen zu haben. Bei einem Fünftel kam das immerhin ein- bis zweimal vor. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich die Kunden auf die Situation eingestellt haben und dementsprechend planen. 48 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten, sie würden beispielsweise vor einer Urlaubsreise im Inland prüfen, wo Automaten der eigenen Bankengruppe stehen. 36 Prozent meinten, sie würden überall eine kostenfreie "Geldtankstelle" finden. Mehr als die Hälfte gab an, sich schon bei Eröffnung des Kontos über die Gebühren für das "Fremd-abheben" informiert zu haben.
An der nicht repräsentativen Umfrage nahmen 145 Nutzer des Vergleichsportals Aspect Online teil. 29 Prozent besitzen ein Girokonto bei der Sparkasse, ein Fünftel bei einer Volks- oder Raiffeisenbank. Bei einem Viertel gehört die Hausbank zum Verbund Cashgroup. Eine Bank des Verbundes Cashpool oder eine andere Bank (meist Direktbanken) wählten jeweils mehr als zehn Prozent.
tr


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