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Umfrage: Zahl der Fondsanleger sinkt leicht
22.12.09Wer in Deutschland einen Investmentfonds besitzt, hat ihn meist bei seiner Bank oder Sparkasse erworben. Dabei bieten Vergleichsrechner die Möglichkeit, den Ausgabeaufschlag zu senken oder ihn sogar ganz einzusparen.
Banken und Sparkassen verkaufen in Deutschland mit Abstand die meisten Investmentfonds. Mehr als zwei Drittel der 15 Millionen Besitzer von Fonds haben die Anteile bei einem Kreditinstitut erworben. Für den direkten Kauf bei einer Fondsgesellschaft entschieden sich 12,5 Prozent, Direktbanken im Internet nutzten 11,3 Prozent. Vermittler und Vermögensberater nannten 10,8 Prozent der Anleger als Bezugsquelle. Das geht aus einer repräsentativen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) hervor.
Angesichts der Finanzkrise drängten die Kunden wieder verstärkt zu den althergebrachten Anlagen und so verwundert es nicht, dass in den zurück liegenden zwölf Monaten erstmals seit 2003 ging die Anzahl der Investmentfondsbesitzer leicht zurückging. Sie liegt mit knapp 15 Millionen nunmehr auf dem Stand von 2005. Bei der Beliebtheit stehen Aktienfonds an der Spitze: 61,3 Prozent haben sie in ihrem Depot. Auf Platz zwei der am häufigsten genutzten Investmentfonds liegen Mischfonds, auf die ein Drittel der Anleger setzt, jeder Vierte besitzt Rentenfonds. Offene Immobilienfonds sind 2009 in der Beliebtheitsskala stark gestiegen. 20,2 Prozent kauften diese relativ sicheren Anlagen, die etwas ins Gerede kamen, weil einige Fonds ab Oktober 2008 keine Anteile mehr zurücknahmen. Immerhin schafften sie einen Anstieg um 6,5 Prozentpunkte gegenüber 2008 (13,7 Prozent).
Auf die Kosten achten - mit einem Fondsvergleich
Gut die Hälfte der Investmentfondsbesitzer spart regelmäßig mit Investmentfonds, die meisten zwischen 50 und 150 Euro monatlich. Bei der Entscheidung zum Kauf eines Investmentfonds achten die Fondsbesitzer vor allem auf die in der Vergangenheit erzielten Renditen sowie die Höhe der Kosten. Der Aussage "Ich achte beim Kauf von Investmentfonds auf die in der Vergangenheit erzielten Renditen" schließen sich 62,6 Prozent der Investmentfondsbesitzer an. Das ergab die BVI-Umfrage. "Ich verlasse mich auf Empfehlungen meines Beraters" ist für 53,7 Prozent der Investmentfondsbesitzer zutreffend.
58 Prozent stimmen der Aussage zu "Ich achte beim Kauf von Investmentfonds auf die Höhe der Kosten". Einen wichtigen Beitrag zur Kostensenkung können Sparer übrigens mit einem Fondsvergleich leisten. Der Rechner von Aspect Online zeigt für über 7.000 Fonds diejenigen Depots an, wo der Ausgabeaufschlag möglichst niedrig ist. In vielen Fällen entfällt er sogar komplett.
Bei der Informationsgewinnung vor dem Kauf eines Investmentfonds sind die Bank- und Sparkassenberater für 71,4 Prozent erste Anlaufstelle, gefolgt von der Informationsbeschaffung im Internet mit etwa einem Drittel. Jeder dritte informiert sich auch direkt bei der Fondsgesellschaft. Fachzeitschriften und Tageszeitungen spielen mit jeweils knapp 30 Prozent ebenfalls eine wichtige Rolle.

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