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Urlaub: Welche Versicherungen brauche ich?
20.08.08Zusammen mit der Reisebuchung sollten Urlauber auch an einige Versicherungen denken, die wirklich sinnvoll sind.
Ein Muss ist dabei die private Auslandskrankenversicherung. Denn die gesetzlichen Krankenkassen mit ihrem Auslandskrankenschein decken kaum noch die anfallenden Kosten ab, wenn der Urlauber in den schönsten Wochen des Jahres krank wird - außerhalb Europas müssen gesetzlich Versicherte fast immer alle Kosten selber zahlen.
Dabei ist privater Schutz alles andere als teuer: Policen für einen zweiwöchigen Sommerurlaub gibt es schon ab rund acht Euro. Dafür übernehmen die privaten Kassen in den meisten Fällen alle Kosten für ambulante und stationäre Behandlung, zahlen Medikamente und übernehmen den Rücktransport, wenn er medizinisch notwendig ist.
Über eine Reiserücktrittskosten-Versicherung sollte man ebenfalls nachdenken, wenn der Urlaub jetzt erst gebucht wird. Vor allem bei teueren Reisen kann sich der Zusatzschutz lohnen, denn die Versicherung kommt für alle Stornogebühren und sonstige anfallende Kosten auf, wenn der Urlaub zum Beispiel wegen Krankheit kurzfristig nicht angetreten werden kann.
Allerdings reicht eine kleine Erkältung in der Regel nicht aus, um den Urlaub auf Kosten der Versicherer kurzerhand zu stornieren. Normalerweise wollen die Gesellschaften ein ärztliches Attest vorgelegt bekommen, das die Reiseunfähigkeit bestätigt.
Daneben werden aber auch einige andere persönliche Gründe anerkannt wie beispielsweise der Tod naher Angehöriger, der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes oder ein schwerer Brand oder Einbruch in der eigenen Wohnung oder im Haus. Ganz billig sind die Policen allerdings nicht, bei einem Reisepreis von 3000 Euro sind in der Regel rund 100 Euro Prämie fällig.
Ebenfalls sinnvoll kann eine Reiseabbruch-Versicherung sein, denn mit einer Rücktrittsversicherung ist man nur geschützt, solange die Reise noch nicht begonnen hat. Passiert hingegen nach Urlaubsantritt - und hierzu zählt schon das Einchecken am Flughafen - etwas und der Urlaub muss abgebrochen werden, hilft nur noch eine Reiseabbruchversicherung.
Das gilt übrigens auch, wenn der Urlaub länger als geplant dauert: Wer zum Beispiel nach einem Unfall nicht flugfähig ist, darf auf Kosten der Abbruchversicherung noch vor Ort bleiben, denn der Unfall stellt einen Reiseabbruch dar. Oft gibt es Abbruchpolicen übrigens schon im Paket zusammen mit Reiserücktrittsversicherungen - mit dieser sinnvollen Kombination lässt sich einiges sparen.
Vorsicht bei unnötigen Paket-Angeboten
Weniger sinnvoll sind dagegen Versicherungspakete, die alle möglichen Leistungen wie beispielsweise Kranken- oder Rücktrittsschutz zusammen mit speziellen Unfallversicherungen bündeln.
Klingt praktisch, ist aber in Wirklichkeit nicht zu gebrauchen: Die Versicherungssummen sind für echte Notfälle viel zu gering und viele Policen im Paket sinnlos, wie etwa die Reisegepäckversicherung. Denn wer sein Gepäck so bewacht, wie es nach den Versicherungsbedingungen nötig wäre, damit der Versicherungsschutz nicht verloren geht, der braucht auch keine Versicherung.
(Quelle: ddp)

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