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Welche Versicherungen jeder haben sollte
10.06.10Es ist nicht immer ganz leicht, den passenden Versicherungsschutz zu finden. Auf einige Policen sollte man aber keinesfalls verzichten.
Der Versicherungsverkäufer favorisiert in der Regel nicht unbedingt die Policen, die er auch wirklich braucht. So bleibt beispielsweise oftmals das Risiko der Berufsunfähigkeit falsch oder gar nicht versichert. Das größte Vermögen ist zu 90 Prozent die Arbeitskraft. Und dennoch sind Haus, Wagen oder Wohnung oft besser versichert. Hier hilft nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die auch möglichst früh abgeschlossen werden sollte. Denn Berufsunfähigkeit kann auch 20-Jährige treffen. Dazu kommt, dass jenseits des 40. Lebensjahrs Berufsunfähigkeitsschutz immer schwerer zu bekommen ist. Denn viele Vorerkrankungen schließen die Versicherbarkeit aus.
Ebenfalls ein Muss ist die private Haftpflicht. Andernfalls haftet der Verursacher unbegrenzt bei einem Missgeschick - und dabei ist es gleichgültig, ob eine fremde Vase runterfällt oder ein Verkehrsunfall verursacht wird, der sich als Millionenschaden entpuppt. Sich gegen die Haftung zu schützen geht nicht - aber eine Versicherung übernimmt die Haftung. Zudem hilft sie, gegebenenfalls unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Dafür sind zumeist schon 50 Euro im Jahr ausreichend. Ganz wichtig. Tierhalter und Liebhaber nicht ganz ungefährlicher Hobbys wie etwa Kitesurfen hat oder auch Modellfliegerei brauchen zudem spezielle Haftpflichtpolicen. Nicht wenige Tarife auch normaler Haftpflichtversicherungen haben das aber schon eingeschlossen. In dem Aspect-Online-Vergleichsrechner finden Sie unter Details genaue Infos dazu.
Absichern für Todesfall und Pflegebedürftigkeit
Auch die Risikolebensversicherung ist eine Pflicht-Police, wenn die Familie finanziell versorgt werden muss oder ein Partner wirtschaftlich abhängig ist. Verdient ein Arbeitnehmer heute 5000 Euro brutto, hinterlässt er im Todesfall eine Familie, die mehr als 300.000 Euro benötigt, um den bisherigen Lebensstandard für knapp zehn Jahre annähernd zu halten. Angesichts dessen ist es sinnvoll, die Versicherungssumme am 5-fachen des aktuellen Jahres-Bruttogehaltes zu orientieren - das dürfte kaum jemanden überfordern, wenn ein reiner Risikoschutz gewählt wird. Doch nicht nur der Hauptverdiener sollte sein Einkommen versichern. Auch die Arbeitskraft eines derzeit nicht arbeitenden Partners muss abgesichert werden. Denn stirbt der Partner, der aktuell die Kinder betreut, dann muss ein Kindermädchen oder eine Tagesmutter einspringen - und diese finanzielle Belastung kann eine Risikolebensversicherung auffangen.
Auch über den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung ist zumindest erwägenswert. Denn die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Ernstfall kaum alle anfallenden Kosten ab. Damit droht Pflegebedürftigen und ihren Familien ein finanzielles Desaster. Denn das Finanz-Loch müssen Pflegebedürftige selbst stopfen: Mit ihrer Rente, ihren sonstigen Einkünften und sogar mit ihren Rücklagen oder der eigenen Immobilie. Reicht es dann noch immer nicht, müssen notfalls sogar die Kinder einspringen, weil sie unterhaltsverpflichtet sind. Hier kommt dann die private Pflegeversicherung ins Spiel, die die tatsächlichen Pflegekosten bezuschusst oder als Tagesgeld zur freien Verfügung ausgezahlt.
ddp/min

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