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Zahngesundheit: Karies und Paradontose auf dem Vormarsch

26.11.09

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Mundraum: Immer mehr Menschen altern zwar mit ihren natürlichen Zähnen, doch damit gewinnen auch Parodontitis und Wurzelkaries an Bedeutung.

Zusätzlich droht mit dem massiven Konsum säurehaltiger Nahrungsmittel immer häufiger der Verlust an Zahnschmelz. Experten sehen diese Leiden auf dem Vormarsch. Dies ist der Tenor des diesjährigen "Deutschen Kongresses für Präventive Zahnheilkunde" - besser bekannt als blend-a-med-Kongress -, der unter Zahnärzten als eine der wichtigsten Veranstaltungen zur dentalen Vorsorge überhaupt gilt.

Die Gründe für die Zunahme von Erosionen sind vielfältig: Unter anderem spielen die veränderten Ernährungsgewohnheiten eine Rolle, aber zu den möglichen Ursachen gehören auch eine berufsbedingte Säureexposition und chronische Magen-Darm-Störungen sowie Anorexia und Bulimia nervosa mit häufigem Erbrechen. Angegriffener Zahnschmelz kann zu erhöhter Sensibilität führen und Karies begünstigen.

Wurzelkaries: das unterschätzte Risiko

Prof. Dr. Johannes Einwag, Direktor des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums in Stuttgart und Vorsitzender der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde, gab zu Bedenken, dass der Anteil von Menschen über 60 Jahren in Europa in den nächsten 20 Jahren von heute etwa 20 Prozent auf etwa 30 Prozent ansteigen wird.

"Die meisten älteren Europäer erfreuten sich dabei zwar tendenziell einer größeren Zahl von eigenen Zähnen, doch sei dies mit neuen Problemen im Mundbereich verbunden", mahnte der Experte. Dazu zählt zum Beispiel die Wurzelkaries. Diese ist besonders tückisch, da sie oft solange unerkannt bleibt, bis sie den Zahn bereits irreparabel zerstört hat.

Parodontitis: neue Forschungen und bewährte Strategien

Bei Parodontitis, also einer entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, ist sogar Zahnverlust zu befürchten. Prof. Dr. Christof Dörfer, Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel, berichtete im Rahmen des Kongresses auch von neuen Ergebnissen molekulargenetischer Untersuchungen. Demnach werden aggressive Parodontitisverläufe vielleicht durch überschießende Abwehrreaktionen des Körpers verursacht, das heißt möglicherweise antwortet das Immunsystem in diesen Fällen unangemessen stark auf die tatsächliche Bakterienbelastung.

Es gäbe zwar Ansätze, Parodontitis mit Immunsystem-beeinflussenden Medikamenten anzugehen. Doch sei ihr Nutzen derzeit noch nicht eindeutig geklärt, erläuterte er. Trotz der Fortschritte in diesen so genannten "Life Sciences" wird die zahnärztliche Praxis also weiterhin auf "klassische" Weise versuchen, das Immunsystem positiv zu beeinflussen - mit professioneller Zahnreinigung und der Beratung zur effektiven häuslichen Vorsorge.

Tägliche Mundpflege mit der passenden Zahncreme

Damit misst die Fachwelt der täglichen Mundpflege mit Zahnbürste und Zahncreme auch in Zukunft eine zentrale Bedeutung zur Vermeidung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen bei. Demnächst gibt es Innovationen im Bereich von Zahnpasta, etwa die blend-a-med Pro-Expert Zahnschmelzschild.

Die jüngste Entwicklung aus den Laboren stärkt und remineralisiert den Zahnschmelz. Bezogen auf die Pflege mit Zahnbürsten haben sich speziell elektrische Zahnbürsten mit der rotierend-pulsierenden Reinigungstechnologie, wie sie von Oral-B angeboten werden, als hoch effektiv in Plaque-Entfernung und Vorbeugung von Gingivitis erwiesen.