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Zahnspange: Wer zahlt die Kosten?
16.01.09Durch Kieferprobleme bei Kindern können erhebliche Ausgaben auf die Eltern zukommen. Eine private Krankenzusatzversicherung schafft – laut Zeitschrift Finanztest – Abhilfe.
Auf das Kostenrisiko bei einer Zahnfehlstellung weist Finanztest in der Januarausgabe hin. Rund die Hälfte aller Kinder braucht eine Zahnspange. Eine kieferorthopädische Behandlung kann 4000 Euro und mehr kosten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Behandlungskosten nur, wenn die Zahnfehlstellung einen bestimmten Schweregrad überschreitet – und auch dann müssen Eltern häufig noch erhebliche Zusatzkosten tragen.
Eine private Krankenzusatzversicherung oder Zahnzusatzversicherung übernimmt einen Teil dieser Kosten. Für Kinder, die bei Vertragsabschluss fünf Jahre alt sind, kosten die Tarife 4 bis 13 Euro monatlich. Wichtiger als der monatliche Beitrag ist aber der Leistungsumfang einer Zusatzversicherung. Finanztest rät, einen Vertrag abzuschließen, der möglichst viel für reine Privatbehandlungen zahlt, aber auch einen Teil der möglichen Zusatzkosten bei einer Kassenbehandlung deckt.
Der Abschluss lohnt sich bereits im Kindergartenalter, weil dann meist noch keine Kieferprobleme festgestellt worden sind. Ist die Zahnfehlstellung einmal eingetreten, bekommt man dafür keinen Versicherungsschutz mehr.
Für Erwachsene lohnt es sich kaum, beim Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung auf die Leistungen für die kieferorthopädische Behandlung zu achten. Die Tarife sehen zwar auch Leistungen für Erwachsene vor. Nach Aussage von Finanztest dürfte es aber schwer werden, diese dann auch zu erhalten. Denn eine Kieferkorrektur aus rein ästhetischen Gründen gilt nicht als medizinisch notwendige Heilbehandlung und andererseits hätte eine behandlungsbedürftige Zahnfehlstellung bei Erwachsenen vermutlich bereits zu Versicherungsbeginn bestanden .

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