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Zusatzversicherungen: Schutz nach Maß
12.04.07Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden immer weiter zusammengestrichen. Viele Versicherte wollen dennoch nicht auf gute Leistungen verzichten und wählen einen privaten Zusatzschutz.
Sinnvoll ist zum Beispiel eine Zusatzpolice für stationäre Behandlung. Dann ist zum Beispiel die Chefarztbehandlung möglich, in deren Genuss Kassenpatienten sonst in der Regel nicht kommen.
Zusatzversicherungen übernehmen neben den höheren Behandlungskosten auch die Kosten für eine bessere Krankenhaus-Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer.
Ein weiterer Pluspunkt: Die private Kasse zahlt auch, wenn sich der Patient in einem anderen Krankenhaus als dem nächstgelegenen behandeln lässt.
Zuzahlungen beim Zahnarzt reduzieren
Ebenfalls sinnvoll sind Zusatzpolicen, die die Zuzahlungen beim Zahnarzt reduzieren. Experten haben unlängst die Policen auf dem Markt unter die Lupe genommen.
Der leistungsstärkste Tarif im Test hatte einen Monatsbeitrag von 24 Euro für eine 43-jährige Frau und 19 Euro für einen gleich alten Mann. Er bot die umfangreichsten Leistungen, auch für Implantate.
Bei den Zahnzusatzversicherungen sollte der Tarif allerdings genau an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, denn die Arten der Zuzahlung unterscheiden sich erheblich.
Manche Anbieter zahlen einen festen Zuschuss zur gesamten Rechnung, der bei 70 bis 85 Prozent vom gesamten Rechnungsbetrag liegt, wobei der Kassenanteil natürlich abgezogen wird.
Andere stocken nur den Festzuschuss der gesetzlichen Kasse auf oder übernehmen einen geringen Anteil des Teils, den der gesetzlich Versicherte selbst zahlen muss.
Vorsicht bei Paketangeboten
Vorsicht ist dagegen bei Versicherungspaketen geboten, die den Zahnersatz mit anderen Leistungen wie Brillenzuschüssen oder Heilpraktikerbehandlungen koppeln:
Dabei stellt sich immer die Frage, ob man alle im Paket angebotenen Leistungen benötigt und ob das Angebot wirklich so günstig ist wie es scheint.
Auf jeden Fall sollten die Paketpreise mit denen für die einzelnen Versicherungsleistungen verglichen werden.
Pflegezusatzversichung lohnenswert
Lohnen kann sich auch eine private Pflegezusatzversicherung. Zwar kommt die gesetzliche Pflegeversicherung grundsätzlich für die Kosten im Pflegefall auf, sie übernimmt aber nicht alle tatsächlich anfallenden Kosten.
Gezahlt werden nur bestimmte Sätze, die sich an der Pflegestufe orientieren. Die Kosten für einen Heimplatz oder eine Pflege zu Hause können aber schnell um einiges höher ausfallen als die Standardsätze.
Wer sich für eine solche Pflegezusatzversicherung entscheidet, kann zwischen der Tagegeld- und der Kostenversicherung wählen.
Beim Tagegeld wird eine feste Summe vereinbart, die der Patient zur freien Verfügung hat - unabhängig davon, wie hoch die tatsächlichen Kosten sind.
Eine Tagegeldversicherung ist also immer dann sinnvoll, wenn die Pflege später familiär durchgeführt wird und so keine Kosten für eine meist teurere professionelle Pflege entstehen.
Die Kostenversicherung übernimmt dagegen einen Teil der tatsächlich anfallenden Pflegekosten, die nicht durch die gesetzliche Versicherung abgedeckt werden.
Sie ist daher sinnvoll, wenn später eine professionelle Betreuung gewünscht wird, egal ob im Heim oder durch Pflegedienste zu Hause. Denn für diesen Fall können die Versicherten mit einer Kostenerstattung planen und müssen nur noch einen Rest selbst zahlen.
(Quelle: ddp)

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