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Zwei Milliarden von Netzbetreibern zurückgefordert

5.02.10

Etwa 200 Stromnetzbetreiber erhielten in den letzten Tagen unerfreuliche Post von der Bundesnetzagentur. Die Behörde verlangt, dass sie zu viel verlangte Gebühren zurückzahlen. Positive Auswirkungen auf den Strompreis werden erwartet.

Insgesamt geht die Bundesnetzagentur von etwa zwei Milliarden Euro aus, welche die Energienetzbetreiber an ihre Kunden weitergeben müssen. Drei Viertel der Summe haben die Stromunternehmen zu schultern, 350 Millionen die Gasnetzbetreiber im regionalen Bereich. Eine Summe im dreistelligen Millionenbereich werden voraussichtlich die überregionalen Gasnetzbetreiber besteuern, bei denen die Zahlen allerdings noch nicht feststehen.

 

Seit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes von 2005 sind Netzbetreiber verpflichtet, ihre Entgelte genehmigen zu lassen. Dieses Verfahren dauert jedoch geraume Zeit, während der die Tarife gelten. Stellen die Markt-Wächter Abweichungen fest, werden zu viel eingenommene Gelder bei den Firmen abgeschöpft. Eine solche Aufforderung der Bundesnetzagentur erhielten jetzt die Energieunternehmen. Sie haben nun bis neun Jahre Zeit für die Rückzahlung, im Durchschnitt wollen sie sich etwa drei Jahre Zeit nehmen. Die Forderung wird mittlerweile verzinst.

 

Endkunden bekommen die Rückzahlungen nicht direkt. Das Geld fließt von den Netzbetreibern an die Gas- und Stromanbieter, die das Netzentgelt zahlen. Es liegt an ihnen, die niedrigeren Gebühren an die Verbraucher weiterzugeben. "Angesichts des Wettbewerbs erwarten wir, dass die Maßnahme den Strom- und Gaspreis leicht dämpft", sagt Behördensprecher Rainer Warnecke. Es gebe aber noch weitere Einflussfaktoren. Nicht unerwartet wehren Stromanbieter in Presseberichten schon Forderungen nach Preissenkungen ab. Laut "Spiegel" verweisen sie auf gestiegene Kosten.

 

tr