Baufinanzierung

 
Sparen Sie bei der monatlichen Rate durch
eine Umschuldung
Anschlussfinanzierung: Angebote der Banken erneut vergleichen

 

Ein niedriger Zinssatz entlastet Häuslebauer immens. Deshalb ist der Vergleich der Baugeld-Konditionen bei Kauf oder Bau der Immobilie selbstverständlich. Es überrascht hingegen, dass viele Kunden bei der Baufinanzierung blind ihrer Bank vertrauen, wenn die erste Zinsbindungsfrist von meist 10 Jahren ausläuft und eine Neuverhandlung ansteht. Sie unterschreiben ungeprüft die Konditionen für eine Anschlussfinanzierung, die ihnen vorgelegt werden.

 

Hohe Einsparungen, die sie bei einer Umschuldung erreichen könnten, lassen sie sich so entgehen. Ein Beispiel: Nach der Zinsbindung bleibt eine Restschuld von 150.000 Euro übrig. Wenn der Eigentümer vergleicht und einen um 0,5 Prozent günstigeren Zinssatz als bei seiner Hausbank findet, dann zahlt er in den kommenden 10 Jahren etwa 7.700 Euro weniger.

 

Hausbesitzer sollten sich deshalb frühzeitig – mindestens sechs Monate vor Ablauf der Zinsbindung – um ein Angebot für eine Umschuldung kümmern. Weil die Banken ein Interesse an der Fortführung haben, teilen sie oft erst spät die neuen Konditionen mit. Viele Kunden lassen sich dann von einem Vergleich abhalten. Verbraucherschützer bemängeln außerdem die Zinssätze bei Anschlussfinanzierungen. Sie liegen teilweise höher als bei zeitgleichen Angeboten für Neukunden. Die Geldhäuser entschuldigen solche Fälle oft mit der individuellen Risikosituation.

 

Generell ist eine Umschuldung zum Ablauf der Zinsbindungsfrist möglich. Sehr häufig kommt eine Vertragsdauer von 10 Jahren vor. Ist diese Frist länger, kann der Baufinanzierungs-Kunde trotzdem nach 10 Jahren kündigen und sich einen neuen Darlehens-Anbieter suchen. Während einer Zinsbindung aus der laufenden Finanzierung auszusteigen, kann in Phasen niedriger Zinsen eine verlockende Alternative darstellen. In der Praxis steht dem die Vorfälligkeitsentschädigung entgegen. Diese Gebühr fordert die Bank für die entgangenen Erträge. Es lohnt sich aber nachzurechnen.

 

Um ihre Darlehensnehmer vom Wechsel zu einer anderen Bank abzuhalten, stellen die Geldhäuser die Umschuldung oft als kompliziert und mit hohen Gebühren verbunden dar. Die finanzielle Belastung entsteht beim Eintrag ins Grundbuch. Teuer sind Löschung und Neueintrag. Zusammen mit den Kosten für den Notar erreichen im oben genannten Fall bei 150.000 Euro die Kosten etwa 1.000 Euro. Die preiswertere und häufiger gewählte Variante ist die Abtretung der Grundschuld. Sie kostet nur etwa 300 Euro, also ein Bruchteil der möglichen Einsparungen. Die alte Bank muss der Abtretung zustimmen.