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Wichtige Informationen über die Höhe der Bausparsumme und anfallende Kosten

Bausparen
Tipps zum Bausparen

Bei der Informationssuche oder in Verhandlungen mit Ihrem Bausparpartner werden Sie immer wieder auf bestimmte Begriffe stoßen.

Was ist eine Abschlussgebühr?

  • Die Abschlussgebühr ist ein festgelegter Prozentsatz und ist abhängig von der Höhe der Bausparsumme. Sie fällt beim Abschluss des Bausparvertrages an.
  • Die Abschlussgebühr sollte ein Prozent der Bausparsumme nicht übersteigen.

 

Was ist eine Abschlussphase?

  • Die Abschlussphase ist die erste Phase beim Bausparen, sie bezeichnet den Abschluss eines Bausparvertrages.
  • Dabei werden die Bausparsumme und die Sparrate festgelegt.

 

Arbeitnehmersparzulage (ASZ)

  • Sparer, die ihre vermögenswirksamen Leistungen in einen Bausparvertrag investieren, erhalten die Arbeitnehmersparzulage (ASZ).
  • Der Fördersatz beträgt max. neun Prozent: 470 Euro pro Jahr für Ledige und 940 Euro für Verheiratete (unter Berücksichtigung der Einkommensgrenze).

 

Wie hoch sollte die Bausparsumme sein?

  • Die Bausparsumme setzt sich aus Bausparguthaben und -darlehen zusammen.
  • Der Bausparer spart i.d.R. 40 - 50 Prozent der Bausparsumme an und erhält dann den Rest als Darlehen der Bausparkasse.
  • Tipp: Wählen Sie eine niedrige Bausparsumme. Bei niedrigen Summen sind die Abschlusskosten geringer und Sie können nach sieben Jahren über Ihr Guthaben verfügen. Bei höheren Summen müssen Sie länger auf die Zuteilung warten.

 

Kann die Bausparsumme erhöht werden?

  • Bausparsummen können bis zur ersten Auszahlung aus dem Bausparvertrag gemäß den allgemeinen Bausparbedingungen jederzeit erhöht werden. Ein möglicher Grund für eine Erhöhung ist z.B. ein höherer Finanzierungsbedarf.
  • Eine Erhöhung der Bausparsumme kommt dem Neuabschluss eines Bausparvertrages bauspar- und steuerrechtlich bzw. prämienrechtlich gleich.
  • Erhöhungsgebühren sind nicht unüblich und richten sich nach dem erhöhten Anteil der Bausparsumme.
  • Der steuerliche Vertragsbeginn ist das Erhöhungsdatum.
  • Ist der Vertrag bereits zuteilungsreif, wird die Zuteilung gelöscht. Die Bewertungszahl wird neu berechnet. Diese verringert sich aufgrund der Erhöhung.

 

Kann die Bausparsumme ermäßigt werden?

  • Während der Sparphase kann die Bausparsumme ermäßigt werden. Durch die Ermäßigung wird die Zuteilung schneller erreicht, da die Mindestbewertungszahl niedriger ist.
  • Ist der Finanzierungsbedarf geringer oder nichtig, sollte die Bausparsumme reduziert werden.
  • Tipp: Statt einer Ermäßigung ist in vielen Fällen eine Bildung von Teilbausparsummen zu empfehlen.

 

Was ist eine Bewertungszahl?

  • Die Bewertungszahl gibt Dauer und Höhe der Sparleistung an. Sie wird an bestimmten Stichtagen aus der Höhe des Sparguthabens, der Guthabenzinsen und des vorausberechneten Jahreszinses ermittelt.
  • Die Höhe der Bewertungszahl ist ausschlaggebend für die Zuteilung der Bausparmittel.

 

Darlehensphase

  • Die Darlehensphase ist die vierte Phase beim Bausparen.
  • Sie dient der Rückzahlung des Bauspardarlehens durch feste Zins- und Tilgungsraten sowie durch Sondertilgungen.

 

Was ist der Darlehenszins?

  • Der Darlehenszins ist während der gesamten Darlehenslaufzeit garantiert und steht bereits beim Abschluss des Bausparvertrags fest.
  • Er unterliegt keinem Zinsänderungsrisiko.

 

Wie hoch ist die Einkommensgrenze bei staatlicher Förderung?

  • Arbeitnehmerzulage (ASZ): Die Einkommensgrenze des zu versteuernden Einkommens beträgt für Ledige 17.900 Euro, für Verheiratete 35.800 Euro.
  • Wohnungsbauprämie (WoP): Die Einkommensgrenze des zu versteuernden Einkommens beträgt für Ledige 25.600 Euro, für Verheiratete 51.200 Euro.

 

Was ist der Effektivzins?

  • Der Effektivzins spiegelt die Gesamtsumme des Kredites wider.
  • Er setzt sich aus dem Nominalzins und den Nebenkosten (z.B. Abschluss-, Kontoführungs- und Darlehensgebühren) zusammen.
  • Kreditinstitute sind verpflichtet, den Effektivzins auszuweisen. Durch den Effektivzins können Angebote der Kreditinstitute verglichen werden.

 

Niedrigzinszeit - Bausparzeit

  • Gerade in Zeiten niedriger Zinsen lohnt sich Bausparen: Sie profitieren dann auch später von den niedrigen Darlehenszinsen, selbst wenn das Zinsniveau gestiegen ist.

 

Was ist der Nominalzins?

  • Der Nominalzins ist der Zinssatz, den ein Kunde für sein Darlehen bezahlen muss.
  • Der Nominalzins wird vertraglich vereinbart.

 

Phasen des Bausparens

  • Das Bausparen wird in vier Phasen unterteilt: Abschluss- und Spar- sowie Zuteilungs- und Darlehensphase.

 

Sparphase

  • Die Sparphase ist die zweite Phase des Bausparens.
  • In der Sparphase werden die Sparleistungen erbracht (monatliche Einzahlung, z.B. vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber).

 

Teilung

  • Bausparverträge lassen sich während der Sparphase in mehrere Teilverträge splitten. Man unterscheidet zwischen proportionaler und unproportionaler Teilung.
  • Bei der proportionalen Teilung wird das Bausparguthaben im Verhältnis der Bausparsummen auf die Teilverträge aufgeteilt. Die Bewertungszahl bleibt in allen Teilverträgen unverändert.
  • Bei der unproportionalen Teilung wird das Bausparguthaben in einem ungleichen Verhältnis auf die Teilverträge verteilt. Die Bewertungszahl wird für jeden Teilvertrag neu berechnet.

 

Wohnungsbauprämie (WoP)

  • Jeder Bausparer hat Anspruch auf die Wohnungsbauprämie (WoP).
  • Der Fördersatz beträgt max. 8,8 Prozent: 512 Euro pro Jahr für Ledige und 1.024 Euro für Verheiratete (unter Berücksichtigung der Einkommensgrenze).

 

Zuteilungphase

  • Die Zuteilungsphase ist die dritte Phase des Bausparens.
  • Wenn die Mindestsparzeit abgelaufen ist und der Bausparer das Mindestsparguthaben und die Mindestbewertungszahl erreicht hat, kann eine Zuteilung des Darlehens oder eine Auszahlung des bisher angesparten Vermögens erfolgen.