Fonds

 
Die verschiedenen Fondsarten und ihre
Eigenschaften im Überblick
Fondsarten


Aktienfonds

  • Aktienfonds investieren in erfolgsversprechende deutsche, europäische oder weltweite Aktien. Dabei legen verschiedene Fonds das Guthaben in bestimmten Regionen oder Branchen an.
  • Je nach Marktentwicklung unterliegen Aktienfonds großen Schwankungen.

 

Dachfonds

  • Dachfonds - auch Fund of Funds genannt - legen ihr Vermögen in verschiedenen Fonds an, um das Risiko durch Streuung zu minimieren.
  • Aufgrund der zu zahlenden Gebühren für den Fondsmanager und die Fondsgesellschaft sind die Kosten für diese Anlageform höher.

 

Garantiefonds

  • Garantiefonds sind Aktienfonds mit Risikobegrenzung: Bei Anstieg der Aktienkurse folgt der Fonds mit Abstand, bei Verlusten ist meistens der Einlagebetrag garantiert.
  • Es gibt vier verschiedene Garantiemodelle:
    1. Die Garantie mit Mindestrücknahmepreis stellt sicher, dass der Anteilseigner einen bestimmten Rücknahmepreis pro Fondsanteil erhält.
    2. Die Garantie mit Mindestrendite sichert eine festgelegte Verzinsung des Kapitals.
    3. Eine Risikobegrenzung sichert das Verlustrisiko zum Laufzeitende in einer bestimmten Höhe ab.
    4. Die Geld-zurück-Garantie stellt sicher, dass der Anleger das Kapital abzüglich des Ausgabeaufschlags zum Laufzeitende erhält.

 

Geldmarktfonds

  • Diese Fonds sind eine attraktive Alternative zu Festgeldkonten, denn sie investieren in Geldmarkttitel und liquide Papiere mit sehr kurzen Laufzeiten.
  • Geldmarkttitel sind u.a. festverzinsliche Wertpapiere, Termingelder, Schuldscheindarlehen oder Commercial Papers und Einlagen bei Banken.
  • Ein großer Vorteil der Geldmarktfonds ist, dass der Anleger ohne Bindung an zeitliche Fristen jederzeit über das Geld verfügen kann.

 

Gemischte Fonds

  • Gemischte oder Mischfonds investieren sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere.
  • Die Anlage kann auch in Futures oder Options erfolgen.
  • Die gemischten Fonds legen den Anlageschwerpunkt bei Wachstumsfonds auf Aktien und bei Renditefonds auf Renten. In der Regel sind Höchstgrenzen für den Aktien- und Rentenanteil festgesetzt.

 

Geschlossene Fonds

  • Ein geschlossener Fonds ist ein Investmentfonds, in den eine begrenzte Zahl von Anlegern Eigenkapital zur Finanzierung eines größeres Projektes investieren.
  • Der Fonds wird geschlossen, sobald die erwünschte Eigenkapitalquote erreicht ist.
  • Investitionsobjekte geschlossener Fonds sind u.a. Immobilien, Schiffsbeteiligungen oder Medienproduktionen mit Ausrichtung auf eine längerfristige Anlage.

 

Hedgefonds

  • Hedgefonds werden seit dem 01.01.2004 auf dem deutschen Markt gehandelt. Die Fondsmanager investieren nach verschiedenen Anlagestrategien in sogenannte Single- oder Zielhedgefonds und dürfen dabei mit fallenden Aktienkursen spekulieren.
  • Auf Kredit werden Wertpapiere eingekauft und verkauft, um sie später billiger zurückzukaufen. Dachhedgefonds sind ein Zusammenschluss aus mindestens drei Zielhedgefonds.

 

Immobilienfonds

  • Offene Immobilienfonds investieren in Immobilien, Gewerbegrundstücke und in Beteiligungen in- und ausländischer Grundstücksgesellschaften.
  • Ihr Objektbestand kann sich laufend durch Neuerwerb, ggf. auch durch Veräußerung, verändern.
  • Das Vermögen schwankt mit der Zahl der verkauften Anteile. Offene Immobilienfonds können im Gegensatz zu geschlossenen jederzeit veräußert werden.

 

Indexfonds

  • Indexfonds sind Wertpapierfonds, denen ein Aktienindex (wie z.B. der DAX) zugrunde liegt. Sie nehmen an der Wertentwicklung der jeweiligen Wertpapierindices teil.
  • Durch ihre relativ geringe Volatilität stellen diese Fonds eine interessante Alternative zu anderen Anlageformen dar.
  • Es werden Indexzertifikate angeboten, die nicht gemanagt und daher gebührenfrei sind.

 

Rentenfonds

  • Rentenfonds investieren das Geld ihrer Anleger in festverzinsliche Wertpapiere, Anleihen oder Pfandbriefe.
  • Es handelt sich dabei um eine mittel- bis langfristige Investition, die aber nichts mit regelmäßigen Altersbezügen zu tun hat.
  • Ein Rentenfonds ist eine relativ sichere Anlageform mit geringen Schwankungen.

 

Vermögenswirksame Leistungen

  • Die Mehrzahl der deutschen Tarifverträge verlangt vom Arbeitgeber die Zahlung von vermögenswirksame Leistungen.
  • Diese Beträge kann der Arbeitnehmer auf verschiedene Weise anlegen, wie z.B. in Aktien oder Fonds.
  • Fast jede Bank oder Investmentgesellschaft bietet spezielle VL-Fonds an.
  • VL-Sparer, die Vermögensbeteiligungen (Aktien, Fonds) oder Bausparverträge als Anlageform gewählt haben, werden zusätzlich vom Staat gefördert.

 

Zertifikate

    • Zertifikate bilden die Wertentwicklung bestimmter Wertpapiere oder Indizes ab.
    • Anders als bei einem Fonds erwirbt der Käufer mit einem Zertifikat keinen Anteil an einem Portfolio, sondern eine Schuldverschreibung des Emittenten.