Billiger Strom
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Stromkosten in Deutschland
Die Strompreise steigen in Deutschland seit mehreren Jahren. Nachdem die Netto-Stromkosten im Jahr 1999 ein historisches Tief erreicht hatten, liegt der Strompreis heute höher als je zuvor. Neben den Preiserhöhungen der Stromlieferanten hat vor allem der Staat erheblich zur Steigerung der Stromkosten beigetragen.
Die 1999 eingeführten Steuern zum Ausgleich der verlangsamten Rentenbeitragserhöhungen (Ökosteuer), die Zusatzkosten für den Ausbau erneuerbarer Energien und die Kosten zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind die wichtigsten Preistreiber. Auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer hat die Kosten weiter nach oben getrieben und wird die Strompreise weiter erhöhen.
Seit Mai 2006 regulieren die Bundesnetzagentur und regionale Landesbehörden die anteiligen Netzentgelte, die von Lieferanten zur Nutzung der Netze kalkuliert werden müssen. Soweit es hier zu Preissenkungen kommen sollte, werden diese durch die rapide steigenden Strompreise auf der Stromhandelsseite meist mehr als ausgeglichen.
Entwicklung der Strompreise
Die Stromhändler beschaffen den Strom in großen Mengen an der europäischen Strombörse in Leipzig (EEX) und verkaufen ihn dann „portionsweise“ an Privatkunden. Die Strompreise an der EEX haben sich in den letzten Jahren mehr als verdreifacht.
Hintergrund dieser Entwicklung sind vor allem zwei Faktoren:
- Die monopolistische Struktur der Stromerzeuger, bei denen vier Stromproduzenten mehr als achtzig Prozent der Erzeugerkapazität auf sich vereinen.
- Die Einpreisung von CO² Zertifikaten. Die in der zweiten Handelperiode (ab 2008) eingeschränkten Zertifikatzuteilungen an Unternehmen erhöhen den Preis für diese „Verschmutzungsrechte“.
Abb.: Der Strompreis und seine Bestandteile bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 2.500 kWh/a (in Prozent)


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