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50.000-Euro-Frage: Deutsche sparen lieber als zu prassen

Veröffentlicht am 17. August 2010

Zuverlässig, fleißig und ein wenig humorlos – so sind die Stereotypen über die Deutschen. Und im Umgang mit Geld? Sind wir eher langweilig oder clever? Es kommt darauf an, wie man die Zahlen einer Umfrage der Kapitalanlagegesellschaft Axa Investment Managers interpretieren will. Vielleicht erfahren wir etwas darüber, was “typisch deutsch” ist.

“Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten 50.000 Euro zur freien Verfügung – was würden Sie mit dem Geld am ehesten machen?” So lautete die zentrale Frage. 60 Prozent der deutschen Teilnehmer gaben an, dass sie das Geld anlegen würden. Unter ihnen war das klassische Sparbuch immer noch am beliebtesten. Richtig das Geld auf den Kopf hauen würde die geschenkte Summe ein Minderheit: Nur 14 Prozent wollen das Geld für den Konsum nutzen. Je ein Drittel (35 Prozent) würde eine größere Anschaffung tätigen oder die Familie beschenken (32 Prozent).

Die Zahlen taugen jedoch nicht, um nationale Klischees zu schaffen oder zu bestätigen. Ein Blick auf den Ländervergleich zeigt, dass die Deutschen mit ihrer Entscheidung für eine Rücklage nicht alleine dastehen: In allen untersuchten Ländern der Studie belegt die Geldanlage mit Abstand den ersten Platz. So würden in Österreich 51 Prozent, in der Schweiz 62 Prozent, in Belgien 70 Prozent und in den Niederlanden 58 Prozent die zusätzliche frei verfügbare Summe anlegen.

Dass die Befragten mehrheitlich ihr Geld nicht verpulvern wollen – also für Sex, Drugs und Rock’n'Roll ausgeben -, kann man ja aus rationaler Sicht gutheißen. Aber warum muss es dann immer noch das Sparbuch sein, das so beliebt ist? Dabei ist ein Tagesgeld genauso sicher und bringt mehr Rendite. Und wer langfristig vorsorgen möchte, sollte auf jeden Fall über ein Fondsanlage oder eine Riester-, Betriebs- oder private Rente nachdenken.

tr

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