“Rot steht für Gefahr, Gelb für Risiko und Grün für unbedenklich. Mit dem neuen ,Ampelcheck Geldanlage’ können Verbraucher sich schnell im Dickicht der Geldanlagen orientieren und ihre Entscheidungen überprüfen”, sagt die Verbraucherzentrale Hamburg (VZ) – und hat mit ihrer neuen Altersvorsorge-Publikation einen Sturm der Entrüstung bei den Versicherern entfacht.
Es sei beispielsweise völlig unverständlich, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf manager-magazin.de, dass in Punkto “Sicherheit” die Lebensversicherung lediglich mit “gelb/rot” bewertet werde, Aktienfonds dagegen “rot/grün”. Der GDV frage sich angesichts dessen, wer überhaupt die Kontrolleure kontrolliert.
Die Verbraucherschützer beharren dagegen auf ihrem Standpunkt und glauben, dass sich die Anleger “bei komplizierten Produkten klare Kennzeichnungen wünschen – sei es bei Lebensmitteln oder Finanzanlagen”, wie es von seiten der VZ Hamburg heißt.
Die Verbraucherschützer haben zwar absolut recht, wenn sie sagen, dass die Verbraucher durch die gültigen Kennzeichnungs- und Informationspflichten mit viel Kleingedrucktem und vielen Zahlen verwirrt werden. Doch ist das Ampelsystem wirklich eine Hilfe oder ist es nicht genauso irreführend? Denn jeder ist ein anderer Anlegertyp und das heißt, dass jeder auch ein unterschiedliches Risikoprofil hat.
Grünes Licht für Aktienfonds? Rote Karte für teure Anbieter!
Wer also risikoreicher anlegt und satte Rendite von sieben, acht oder mehr Prozent will, für den kommt sicherlich ein Aktienfonds eher infrage als für jemand, der konservativ anlegt und daher eine vergleichsweise sichere Riester-Rente oder eine Kapitallebensversicherung wählt. Ein Aktienfonds müsste daher mit einer roten und grünen Ampel gleichzeitig gekennzeichnet werden. Das aber ist zugegebenermaßen ziemlich widersinnig.
Generell wichtig: Mischen Sie! Es bringt nichts, zu einseitig zu investieren. Um Ausfallrisiken zu minimieren, sollte jeder Sparer ein Großteil der riesigen Angebotspalette der Altersvorsorge gleichzeitig nutzen.
“Was weder die Versicherer noch die Verbraucherschützer in der aktuellen Diskussion ausreichend beachten ist, dass man bei Altersvorsorge-Produkten unbedingt auch die Anbieter vergleichen sollte”, sagt Hartmut Schmid, Versicherungsexperte bei Aspect Online. Denn nur so lasse sich bares Geld sparen. “Zeigen Sie teuren Anbietern die rote Karte und wählen Sie nur Produkte aus, mit denen Sie sich persönlich wohl fühlen!”, empfiehlt Schmid.
Wir geben Ihnen einen Überblick in “Welche Altersvorsorge brauche ich?”. Hier können Sie schnell erkennen, welche Produkte der Altersvorsorge Ihrem Risikoprofil entsprechen und wie Sie dort sparen können.
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Dann sollte man sich sicher von mehrer unabhängigen Beratern informieren lassen und dann schauen welches Produkt mit welchem Riskio für einen in Frage kommt.
So lange sich die deutschen Anleger nicht davon trennen können, dass ihre Berater “nichts kosten” dürfen – werden Sie versteckte Innen- und Aussenprovisionen zahlen und der “unabhängige” Berater wird weiterhin die Produkte mit der besten Provision verkaufen.
Die Frage ist doch: Wann lernen wir die Honorarberatung zu schätzen?
Hallo Ihnen alllen!!!!
Ich habe am Wochenende auf A R D die Sendung Ratgeber Geld gesehen
und ein Beitrag über Riesterrenten. ( mit O L G Urteilen )
Da ich auch im Besitz einer Risterente von Swiss Life bin wurde mir ganz anders.
Was , Wo oder Wie kann ich tun um diese einmal Prüfen zu lassen????
Kann ich Ihnen vieleicht eine Kopie zukommen lassen und Sie gucken FREUNDLICHER weise einmal drüber.
Nach dieser Sendung habe ich überlegt diese Versicherung zu Kündigen!!!!!
M F G Jens Findeisen
Sehr geehrter Herr Findeisen,
von einer Kündigung der Riester-Rente raten wir dringend ab, denn in diesem Fall müssten Sie die staatliche Förderung zurückzahlen. Eine Stilllegung des Vertrages ist möglich. Doch weil in den meisten Fällen eine Riester-Rente tatsächlich sinnvoll ist – ungeachtet der Medienkritik -, empfehlen wir auch diese Variante nicht. Sollten Sie mit Ihrem Anbieter unzufrieden sein, könnten Sie den Vertrag auf eine andere Gesellschaft übertragen. Bedenken Sie dabei bitte, dass erneut Abschlusskosten – unter anderem Provision für den Vermittler – anfallen. Eine Beratung eines Altersvorsorgeexperten können Sie hier anfordern: http://www.aspect-online.de/versicherungen/rentenversicherungen/riester-rente/angebot-anfordern/
Mit freundlichen Grüßen, Toralf Richter
guter Beitrag. Hab gleich mal den RSS Feed abonniert