Wie die Insolvenzverwaltung auf der Internetseite des ehemaligen Energieanbieters Teldafax schreibt, läuft die Anmeldefrist für Ansprüche zum 31. Januar 2012 aus. Hauptleidtragende sind Kunden, die bei dem Unternehmen einen günstigen Tarif mit Vorkasse gewählt hatten, dann aber wegen Zahlungsunfähigkeit nicht mehr beliefert wurden.
Damit hatten sie Teldafax einen Kredit gewährt. Leider stehen die Zeichen schlecht. Insolvenzverwalter Bähr betonte im Oktober letzten Jahres in einem Brief an die Gläubiger: Es sei “noch nicht absehbar, ob die Insolvenzgläubiger eine Quote erhalten werden.” Es bleibt also offen, ob die Teldafax-Kunden auch nur einen Bruchteil ihres Geldes wiedersehen werden.
Die Teldafax-Pleite: Rückblick
Teldafax wurde im Frühsommer 2011 Opfer seiner eigenen Preispolitik. Um seine Position auf dem deutschen Energiemarkt zu stärken, verkaufte das Unternehmen den Strom häufig billiger, als es ihn einkaufte, wie der Sanierungsexperte und ehemalige Teldafax-Chef Hans-Gerd Höptner einräumte. Das Unternehmen rutschte in die roten Zahlen.
Diese Abwärtsspirale konnten auch neue Vorstände nicht beenden. Juni 2011 hatte der Energieanbieter dann einen Insolvenzantrag gestellt. Er stelllte die Belieferung seiner Kunden mit Strom und Gas daraufhin ein. Möglicherweise schon viel zu spät – die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung.
gg
