Vor einigen Wochen wurde das “Wunder von Reykjavik” gefeiert – etwas voreilig womöglich. Denn Entschädigungen haben die deutschen Anleger der Kaupthing-Bank jedenfalls bis heute immer noch nicht gesehen.
Das Handelsblatt will nun erfahren haben, dass die Finanzaufsicht BaFin dafür verantwortlich sein soll, wenn 30.000 deutsche Kaupthing-Kunden immer noch auf ihr Geld warten. Es soll sich um insgesamt etwa 330 Mio. Euro handeln. Dem Bericht zufolge mache der Zwangsverwalter der verstaatlichten isländischen Bank Kaupthing, Olafur Gardasson, die Behörde dafür verantwortlich, dass diese die Sperrung der Ein- und Auszahlungen über die deutsche Kaupthing trotz mehrfacher Bitten nicht aufgehoben habe.
BaFin weist Vorwurf der Blockade zurück
Die BaFin dementiert: Das deutsche Moratorium hindere die Kaupthing Bank Island nicht daran, die Gelder direkt aus Island an die Einleger auszuzahlen. Die in Island vorhandenen Gelder könnten demnach auch ohne Einschaltung der deutschen Niederlassung von Island aus ausgezahlt werden, heißt es weiter.
Sofern die isländische Seite eine Beteiligung der deutschen Niederlassung von Kaupthing für unbedingt erforderlich ansehe, komme es auf die Auszahlungsmodalitäten an. Entscheidend sei dabei, dass eine gleichmäßige Auszahlung an alle Kaupthing-Kunden sichergestellt ist.
Trotz “mehrfacher Aufforderung” haben laut BaFin bislang weder die zuständigen Behörden in Island noch die Kaupthing Bank zu dem angedachten Auszahlungsmodus Stellung genommen. Auch seien von deutscher Seite verschiedene Lösungsszenarien – insbesondere auch zur Überbrückung der Deckungslücke – unterbreitet worden, die bislang ebenfalls unbeantwortet geblieben seien.
“Emotional aufgeheizte Stimmung verzögert Entschädigung nur”
Wilhelm Segelken von der Bremer Anwaltskanzlei Robert, Kempas u. Segelken, die mit der Interessensgemeinschaft Kaupthing zahlreiche deutsche Kaupthing-Gläubiger vertritt, verbreitet gegenüber Aspect Online vorsichtigen Optimismus: “Wir sind hoffnungsfroh, dass es wie angekündigt zu einer Entschädigung der deutschen Kaupthing-Kunden kommt”. Eine emotional aufgeheizte Stimmung, wie man sie in letzten Wochen und Monate erlebt habe, sei wenig hilfreich – im Gegenteil: “Solche Querschüsse verzögern nur die Entschädigung um unbestimmte Zeit”, so Segelken.
Zu klären sei zunächst die Gläubigerbegünstigung. Sinnvoll wäre es dabei, Gleichmäßigkeit walten zu lassen. “Doch was ist gleichmäßig? Gehören alle Gläubiger dazu und wer kommt zuerst dran?”, so der Anwalt weiter. Segelken: “Denn angenommen das Geld ist da, könnte es sofort von anderen arrestiert werden.” Um das zu vermeiden, müssten solche Fragen unbedingt vorher geklärt werden und das sei nicht immer ganz einfach.
min

Wir die Kaupthingsparer werden verar……. von wem auch immer.
Da Kaupthing laut Mitteilung vom 10.02.09 angeblich Gelder
zum Auszahlen hat, warum werden diese nicht direkt an die Kunden überwiesen? Kaupthing hat die Gelder eingenommen
und ist in der Pflicht, tätig zu werden.
Wir haben unsere Gelder hier in Deutschland angelegt und
auch die Politik ist hier untätig.
30800 Sparer und ihre Angehörigen werden am Wahltag daran
denken.
schnee aus berlin
Wo sollte da ein Problem sein, eine Lösung zu finden, wenn man nur wollte. Aber wo kein Wille, da ist auch ein Gebüsch. Man schiebt sich gegenseitig den schwarzen Peter zu und das Ganze sieht wie ein abgekartetes Spiel aus. Die DZ Bank und ihr verlängerter Arm, die BaFin, wollen so Druck auf Island ausüben, da selbst dort riesige Summen im schwarzen Loch, und Island möchte mit Blick auf den IWF (IMF) nur gute Miene machen. Schlimmer, bei dieser konzertierten Schau entsteht mehr und mehr der Eindruck, dass es sich bei den Konten der Kaupthing-Sparer in Island und bei der DZ Bank nur noch um Potemkin’sche Dörfer handelt, oder um unstimmige Konten. Und was heißt denn in dem Zusammenhang gleichmäßige Auszahlung? Da will wohl die BaFin nicht der DZ Bank ins Gehege kommen, da auch dort, nach gegenwärtiger Information, ca. 55 Mio Euro der Kaupthing-Sparer noch liegend und zurück zu zahlen. Genau das wäre aber auch ihre Aufgabe. Das ist doch ein inländisches Problem und somit leichter lösbar. Wieso geht die BaFin nicht gegen eine solche Bank vor, die nach der Methode der alten Rittersleut einfach fremde Gelder beschlagnahmt? Es ist alles wieder den rechtmäßigen Eigentümern zurück zu zahlen und zwar sofort. Denn von Island kann lediglich das wieder zurückgezahlt werden, was von dem einzelnen Sparer dort angelangt. Wir leben im Zeitalter der Datenverarbeitung und für eine Bank, sofern nicht eine vom Wegesrand, dürfte es zumal nach der inzwischen schon unmäßig verstrichenen Zeit kein Problem sein, centgenau mit jedem Sparer abzurechnen. Aber noch nicht einmal das, in auch nicht einem einzigen Fall oder auch nur die Bekundung der Bereitschaft hierfür, ist bisher geschehen. Die Sache stinkt zum Himmel! Und gegen das gesamte Geschehen können sich die Kaupthing-Sparer wenden und beschweren (wie hier) soviel sie wollen. Sie, die alleinigen Gläubiger der strittigen Gelder, werden schlichtweg ignoriert, rechtlich auf Null gestellt. Zwar leben wir in einer Demokratie und vor dem Grundgesetz sind alle gleich, es erfolgen auch keine Maßnahmen gegen sie, etwa wegen subversiver Äußerungen gegen die allein herrschende Macht des Geldes. Es hat eben auch die Gleichheit ihre Grenzen und ansonsten werden halt die 30800 Schreier einfach tot geschwiegen. Aber man täusche sich nicht, Tote leben länger!
Es ist eine Sauerei ohnegleichen, was hier passiert und mal wieder typisch deutsch. In anderen Ländern sind die Gelder längst geflossen, nur merkwürdigerweise hakt es mal wieder auf deutscher Seite, wie so oft. Der kleine Bürger ist immer der Dumme, aber dem tut es am meisten weh. Der kann sich Verluste nämlich nicht erlauben, muss in Deutschland schon genug bluten. Ich kann meine Wut und Empörung hier gar nicht zu “Papier” bringen, mir fehlen einfach nur noch die Worte!
Es lebe der Raubkapitalismus der ist mittlerweile so vebreitet das Anstand und Gerechtigkeit ganz auf der Strecke bleiben.
Ich kann nur jedem raten gebt endlich unseren Politikern einen Denkzettel und wählt diese sogenannten etablierten Parteien nicht mehr, sonst ändert sich in diesem Lande nichts mehr zum Positiven.
Das was mit unseren Geldern dort passiert ist krimineller Raubkapitalismus.
Ärgere mich inzwischen auch maßlos, was hier abgeht. Ich bin nicht mal so sauer auf Island oder deren Verhalten – aber wie kann es sein, daß die Sparer anderer Länder ihr Geld erhielten und die deutschen Sparer in die Röhre schauen????