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Bankenübernahme: Kunden wie Stier und Elch

Veröffentlicht am 21. Juli 2010

Die spanische Santander Bank übernimmt das hiesige Privatkundengeschäft der schwedischen SEB-Bank. Und es ist ein bisschen so, als treffen Stier und Elch aufeinander. Zumindest wenn man die Kundenklientel betrachtet. Das Marktforschungsinstitut Psychonomics hat das getan und kam zu dem Schluss: “Die deutschen Kundenstämme der beiden Bankhäuser sind recht unterschiedlich.”

Forsch versus gemütlich, so lässt sich die Typologie auch umschreiben. Beim Kundenteil, der aus den Reihen der “Unabhängigen” stammt, sticht die Santander Bank deutlich heraus. Diese Verbraucher sind überdurchschnittlich kompetent und sie vergleichen viel. Auch der Anteil der “Fordernden”, die sich ebenfalls durch eine hohe Fachkenntnis, aber auch durch ihre Offenheit gegenüber fachkompetenter Beratung auszeichnen, liegt bei der Santander Bank weit über dem Durchschnitt.

Deutlich unterdurchschnittlich ist dagegen der Anteil der “Treuen”, der bei der Santander Bank weit weniger als ein Fünftel aller Kunden ausmacht. Dieser Typus ist wiederum deutlich häufiger bei der SEB-Bank anzutreffen. Während der Kundenstamm der Santander Bank eher dem kompetent-fordernden Profil einer Direktbank entspricht, gehören bei der SEB-Bank deutlich mehr Kontoinhaber zur Klientel der “Hausbankkunden”, die eher zu einer Filialbank passen.

Studienleiter Sven Wiesinger sieht in den unterschiedlichen Gruppen aber keinen Nachteil. Die Santander Bank ergänze ihre Präsenz durch ein Filialnetz. Damit sei die Marke vom hiesigen Markt nicht mehr wegzudenken.

tr

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