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Die Rückkehr der Bauspar-Freaks

Veröffentlicht am 19. Januar 2009

Bausparen, das galt einst als hoffnungslos reaktionär und wurde lange Zeit als renditelose Anlageform von Gartenzwerg-Liebhabern belächelt. Die Bausparkasse LBS kokettierte in den letzten Jahren erfolgreich mit dem angestaubten Image. In einem TV-Spot etwa sagt die kleine Tochter zu ihrem dauer-revoluzzerhaften Vater, der ständig im Wohnwagen haust: “Papa, wenn ich groß bin, will ich auch Spießer werden!”

Und seit Neuestem sehen wir auf der Mattscheibe “Digger” und seine antibürgerlichen Freunde in Motorradkluft, wie sie im Schaukelstuhl im trauten Eigenheim um die Wette wippen. Vom Rocker zum Neocon – so schnell kann’s manchmal gehen.

Das alles zeigt: Bausparen ist so spießig, dass es schon wieder hip ist. Vor allem konnte den Bausparkassen nichts Besseres als die Finanzkrise passieren, hat sie doch über Nacht mehr als deutlich gemacht, dass Bausparen eine grundsolide Anlage ist. Plötzlich stellten die Bausparkassen so etwas wie eine Trutzburg des eigenen Vermögens im tosenden Tohuwabohu der entfesselten Kapitalmärkte dar.

Home sweet Home

Zahlen scheinen den Trend zur neuen “Spießigkeit” der Bauspar-Freaks zu bestätigen: Die Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat 2008 im Bausparen laut eigenen Angaben die Zehn-Milliarden-Euro-Marke im Neugeschäft durchbrochen. Demnach schaffte die Bausparkasse ein Plus von rund 24 Prozent auf circa zehn Milliarden Euro Brutto-Bausparsumme (Vorjahr: 8,1 Milliarden Euro).

Das eingelöste Neugeschäft stieg in der Bausparsumme um knapp 21 Prozent auf rund acht Milliarden Euro, nach 6,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Mit diesem Schub im Neugeschäft verzeichnet Wüstenrot die “größte Wachstumsdynamik im deutschen Bausparmarkt”. In Vertragszahlen gerechnet, stiegen diese im Bruttoneugeschäft um 22 Prozent auf 325.000 und im Nettoneugeschäft um 21 Prozent auf 280.000 Abschlüsse.

“Bausparen als sicherer Hafen”

“Gerade vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten ist die finanzielle Vorsorgeform Bausparen für viele ein sicherer Hafen, der gerne angesteuert wurde”, sagt Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot & Württembergische AG.

Darüber hinaus haben die neue Tarifgeneration des Wüstenrot Ideal Bausparens mit einem attraktiven Darlehenszins ab 1,6 Prozent und Guthabenzinsen bis zu vier Prozent, der Schlussverkauf vor der Neuregelung der Wohnungsbauprämie sowie die neue Bauspar-Riesterförderung 2008 für Wachstumsimpulse im Neugeschäft gesorgt. Für 2009 rechnet die Wüstenrot Bausparkasse mit einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung. Allein die neuen Riester-Bausparverträge sollen für 800 Millionen Euro Brutto-Bausparsumme sorgen.

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