Ersatzkassen: Zusatzbeitrag jetzt abschaffen

Veröffentlicht am 25. Januar 2012

Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) fordert die Politik auf, den Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung abzuschaffen. “Die Politik sollte die Chance ergreifen, sich von diesem Finanzierungsexperiment endgültig zu verabschieden”, betonte der Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast auf der Neujahrs-Pressekonferenz des Verbandes. Der Zeitpunkt sei günstig, da 2012 alle Krankenkassen auf die Erhebung eines Zusatzbeitrags verzichten wollten.

Mehr Wettbewerb hatte die Politik bei der Einführung versprochen. Als Betroffene sehen die Krankenkassen die Situation anders. Die Erfahrungen mit der City BKK und der BKK für Heilberufe hätten mehr als deutlich gemacht, dass Zusatzbeiträge in ihrer jetzigen Ausgestaltung sehr wettbewerbsschädigende Wirkungen entfalten, urteilte Ballast. Unnötige Wanderungsbewegungen, Verwaltungsaufwände und Beitragsausfälle seien die Folge gewesen.

Ersatzkassen sind die größten

Die Ersatzkassen vermelden einen Mitgliederanstieg und bauten ihre Spitzenposition unter den Kassenarten aus. Besonders durch Fusionen mit zwei BKK sei die Mitgliederzahl auf 19 Millionen angewachsen. Zusammen mit den mitversicherten Angehörigen erhalten 25,6 Millionen Menschen ihren Gesundheitsschutz bei den Ersatzkassen. Mit einem Anteil von 37,2 Prozent liegen sie damit vor den AOK, die 35,1 Prozent aller Kassenpatienten versichern.

Der VDEK-Verbandsvorsitzende Christian Zahn ging in seinem Statement auf die Pflegereform ein. Die Regierungspläne, den Abschluss privater Pflegezusatzversicherungen zu fördern, sieht er wegen der Freiwilligkeit skeptisch. Eine dauerhafte Finanzierung sei so nicht zu gewährleisten, weil vorrangig Gutverdiener die Verträge abschließen würden und andere ohne .

tr

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