Die meisten Verbraucher sind sich nicht sicher, ob sie einen gefälschten Euro-Schein mit Sicherheit erkennen. Das ergab eine Umfrage der Marktforschungsgesellschaft Faktenkontor. Nur sieben Prozent der Teilnehmer gaben sich zuversichtlich, eine Blüte auf jeden Fall zu entdecken. Ein Viertel war weniger forsch und antwortete “Eher ja”. Etwa 60 Prozent glaubten nicht, eine falsche von einer echten Banknote unterscheiden zu können.
Wie die Europäische Zentralbank meldet, wurden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 387.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Dies bedeutet einen Rückgang um rund 13 Prozent gegenüber dem letzten Halbjahr, als allerdings ein Höchststand seit 2006 erreicht wurde. Bedenkt man, dass 13,2 Miliarden echte Banknoten im Umlauf sind, ist der Anteil nach Einschätzung der EZB immer noch sehr gering. Jeweils 42 Prozent aller gefälschten Scheine waren 20- und 50 Euro-Noten. Sie sind bei den Kriminellen beliebt, weil man sie überall problemlos in Verkehr bringen kann.
Tipps, wie Verbraucher eine Blüte enttarnen, gibt die Bundesbank auf ihrer Internetseite. Vergleichen Sie im Zweifelsfall eine verdächtg erscheinende Note mit einer, die garantiert echt ist. Rascheln Sie einfach etwas mit dem Papier. Viele Fälschungen fallen schon durch diesen Test, weil sich das Geräusch ganz anders anhört.
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