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Häuslebauer wollen wieder mehr Geld ausgeben

Veröffentlicht am 24. Juni 2010

Unsere Stimmung ist besser als die Lage, das wird den Deutschen eher selten nachgesagt. Doch wer ein Haus bauen möchte, ist trotz Konjunkturschwäche wieder bereit mehr Geld auszugeben. 19 Prozent der Bauinteressenten hielten mehr als 1.100 Euro monatlichen Aufwand bei der Baufinanzierung für akzeptabel (Ende 2009).

Zu diesem Ergebnis kam das Meinungsforschungsinstitut Aproxima. Es hatte im Auftrag von Home & Country, einem Thüringer Franchisegeber für Typenhäuser, etwa 1.600 potenzielle Häuslebauer während des Jahres 2009 online befragt. Wenige Monate zuvor, im Juli 2009, waren nur 13 Prozent bereit, diese Summe zu investieren. Dabei blickt das Bauhauptgewerbe auf ein düsteres Jahr zurück, der Umsatz sank um 3,7 Prozent.

Das aktuelle Zinstief kommt Kunden bei der Baufinanzierung entgegen. Für eine Kreditrate von 1.100 Euro monatlich erhalten Sie schon ein Darlehen von 200.500 Euro (3,65 Prozent Effektivzins). Dabei beträgt die Zinsbindung 10 Jahre und es werden jährlich drei Prozent der Summe getilgt (mindestens 20 Prozent Eigenkapital). Eine Tilgung unter zwei Prozent ist angesichts der Niedrigzinsphase keinesfalls zu empfehlen.

Wer die Raten länger festschreiben möchte, muss kleinere Brötchen backen. Für eine 20-jährige Laufzeit fordert die günstigste Bank im Baufinanzierungsrechner 4,23 Prozent effektiv. Bei 1.100 Euro monatlichem Budget ist dann eine Darlehenssumme von 184.500 Euro drin. Dafür besteht nicht die Gefahr, in zehn Jahren den Kredit mit höheren Zinsen verlängern zu müssen.

31 Prozent der befragten Bauinteressenten hielten 851 bis 1.000 Euro monatlichen Aufwand für akzeptabel. Im Mai 2007 bei der ersten Befragung waren es noch 25 Prozent. Mit 850 Euro bekommt man einen Kredit von 154.500 Euro bei 10-jähriger Zinsbindung.

tr

1 Kommentar zu “Häuslebauer wollen wieder mehr Geld ausgeben”

  1. ben sagt:

    Wer sein Traumhaus bauen will, muss auch bereit sein, mehr Geld dafür auszugeben,


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