Es besteht noch Hoffnung für die Inhaber von Lehman-Anleihen: Diese können nach Auffassung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) eventuell einen Teil ihres verlorenen Geldes zurückbekommen, wie der Berliner Tagesspiegel schreibt.
Anleger, die für ihre wertlosen Lehman-Zertifikate eine Entschädigung von ihrer Bank haben wollen, gehen leer aus. Nach Tagesspiegel-Informationen verweigern die Kreditinstitute bis heute Vergleiche. Während die Inhaber von Zertifikaten Absagen kassieren, scheint es für die Besitzer von Lehman-Anleihen Hoffnung zu geben, zumindest einen Teil ihres Geldes aus der Insolvenzmasse abzuschöpfen.
“Es gibt Gerüchte, dass Anleger einen Teil ihres Verlustes aus der Insolvenzmasse ersetzt bekommen”, sagte DSW-Sprecher Marco Cabras dem Blatt. Ob es sich dabei um 20, 30 oder 50 Prozent des Anlagebetrags handele, sei aber “noch völlig offen”. Die Anlegerschützen rechnen mit Jahren, die es dauern könnte, bis wirklich Geld fließt. Dennoch rät Cabras davon ab, die Papiere jetzt voreilig zu verkaufen.
Mehr als 25.000 Menschen in Deutschland haben ihre Ersparnisse in Wertpapiere der US-Investmentbank Lehman gesteckt. Die Bank ging im September vergangenen Jahres als Folge der Finanzkrise pleite. Lehman-Zertifikate und -Anleihen sind nicht von der deutschen Einlagensicherung geschützt. Der Einlagensicherungsfonds entschädigt nur Kunden, die Geld auf Spar- und Girokonten bei der deutschen Lehman-Tochter eingezahlt haben. Dazu zählen etwa die Deutsche Rentenversicherung oder die Barmer Ersatzkasse.

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