KfW erhöht Kreditzins für Studenten
13. Oktober 2008
Die staatliche KfW-Bank hat zum beginnenden Wintersemester den Zinssatz des Studienkredits über 650 Euro monatlich auf sieben Prozent erhöht. Das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtete vorab, damit verteuere sich ein auf fünf Jahre laufendes Studentendarlehen um bis zu 4500 Euro gegenüber dem Kreditstart im April 2006. Damals habe der Zinssatz bei 5,1 Prozent gelegen. Andere Banken hätten den Zins für Studentenkredite seit Beginn der Finanzkrise stabil gehalten.
Eine günstigere Alternative zum Studienkredit sei das Studiengebührendarlehen keineswegs. “Ein solcher Kredit kann nur solchen Studenten empfohlen werden, die auch Studiengebühren zahlen müssen”, sagt Studentenwerks-Sprecher Stefan Grob gegenüber Aspect Online. Studiengebühren fallen in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland an.
Die Bundesländer, die allgemeine Studiengebühren (etwa 500 Euro pro Semester) ab 2006/2007 eingeführt haben, haben ihre Landesbanken verpflichtet, dafür spezielle Studiengebührendarlehen anzubieten. Der Bildungskredit hingegen ist ein Programm des Bundes mit vorgegebenem Budget. Das Bildungskreditprogramm ist völlig unabhängig von der Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, die Förderung ist also parallel möglich. Im Gegensatz zum BAföG besteht kein Rechtsanspruch auf den Bildungskredit.
Bevor man einen Bildungskredit bzw. ein Studiengebührendarlehen aufnimmt, sollten aus Sicht des Studentenwerks alle anderen günstigeren Alternativen genau geprüft werden. So seien zunächst Erkundigungen darüber sinnvoll, ob man zum Empfang von BAföG berechtigt ist, ob man nebenher so jobben kann, dass das Studium nicht gefährdet ist und ob man nicht vielleicht eines der zahlreichen Stipendien hierzulande erhält. Auch die Eltern könnten unter Umständen zum Unterhalt während des Studiums herangezogen werden, so Grob weiter.
(Quelle: ddp, aspect-online.de)
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